Lindau 2021 Gartenschau · Insel · See
Besuch und Anreise

Lindau Insel Anreise: Bahn, Schiff, Rad und Parken auf der Insel

Die Hintere Insel war 2021 das Gelände der Gartenschau. Heute sind Uferstufen, Bürgerpark, Luitpoldpark und Karlsbastion frei zugängliche Stadtparks ohne Eintritt und ohne Kasse. Wer hinfahren will, kommt am bequemsten mit dem Zug oder dem Schiff direkt ans Wasser. Mit dem Auto führt der Weg über die Parkplätze auf dem Festland oder ins Parkhaus auf der Insel.

ParkenGeländeBaden

Ausflugsschiff im Hafen von Lindau
Hafen in Lindau · Foto: Robinhood50, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Lindau Insel Anreise im Überblick

Die Lindauer Insel ist mit dem Festland über eine Straßenbrücke und einen Bahndamm verbunden, und genau das bestimmt jede Planung. Für eine entspannte Lindau Insel Anreise mit Bahn und Schiff muss niemand einen Parkplatz suchen: Regionalzüge enden am Bahnhof Lindau-Insel, die Kursschiffe legen im Hafen gleich daneben an. Wer mit dem Auto kommt, stellt es nach dem Wunsch der Stadt auf dem Festland ab und fährt die letzten Kilometer mit dem Bus. Die Hintere Insel, auf der 2021 die Bayerische Gartenschau stattfand, liegt westlich der Altstadt. Sie ist heute kein abgesperrtes Ausstellungsgelände mehr, sondern eine Folge frei zugänglicher Parks am Wasser.

Das macht den Besuch unkompliziert. Es gibt keine Kasse, keinen Einlass und keine Öffnungszeiten, die man beachten müsste. Was bleibt, sind die üblichen Fragen eines Tagesausflugs an den Bodensee: Welcher Bahnhof, welcher Anleger, welcher Parkplatz, und wie weit ist es zu Fuß?

Die folgenden Abschnitte gehen die Verkehrsmittel der Reihe nach durch. Alle Preise stammen von den Seiten der Stadt Lindau und der Reedereien und tragen den Vermerk „Stand 09/2026“. Parkgebühren und Fahrpläne ändern sich, im Zweifel gilt die Angabe vor Ort. Ausführliche Angaben zu jedem Parkplatz, zu Wohnmobilen und Reisebussen stehen im Parkführer für Lindau. Wer die Hintere Insel mit einem Rundgang durch die Altstadt verbinden will, findet die wichtigsten Stationen unter Lindau Sehenswürdigkeiten.

Mit der Bahn: Reutin oder Inselbahnhof

Seit Dezember 2020 hat Lindau zwei Bahnhöfe, und für Besucher ist das der wichtigste Unterschied zu früheren Jahren. Der Fernverkehr hält im Bahnhof Lindau-Reutin auf dem Festland. Der alte Bahnhof Lindau-Insel, seit 1854 in Betrieb, ist Kopfbahnhof für den Regionalverkehr geblieben. Die sogenannte Zwei-Bahnhofs-Lösung hat übrigens erst die Flächen auf der Hinteren Insel frei gemacht, auf denen später die Gartenschau entstand. Wo heute Rasen und Spielgeräte stehen, lagen früher Gleise, Lokschuppen und die Anlagen der Eisenbahner.

Auf der Strecke zwischen München und Zürich verkehren laut Stadt Lindau täglich sechs direkte Züge über Lindau, Bregenz, St. Gallen und Winterthur. Die Stadt gibt die Fahrtzeit Zürich bis Lindau mit 1:35 Stunden und München bis Lindau mit 1:54 Stunden an. Aus der Schweiz fährt außerdem die S7 ab Romanshorn über Österreich bis zum Endbahnhof Lindau-Reutin.

Wer in Reutin ankommt, hat zwei Möglichkeiten. Entweder steigt man in einen Regionalzug zum Inselbahnhof um, oder man nimmt einen der Stadtbusse, ein Taxi oder einen Fahrdienst. Vom Bahnhof Lindau-Insel sind es laut Stadt eine Minute zu Fuß bis zum Hafen.

Für die Lindau Insel Anreise mit der Bahn ist der Inselbahnhof damit das eigentliche Ziel. Er liegt zwischen Hafen und Hinterer Insel, der Weg zur Schützinger Promenade und weiter zum Luitpoldpark führt am Wasser entlang. Das Umsteigen in Reutin kostet ein paar Minuten, erspart aber jede Parkplatzsuche. Für einen Ausflug mit kleinem Gepäck ist die Bahn deshalb die bequemste Lösung, auch wenn die Fahrt mit Umstieg länger dauert, als die Karte vermuten lässt.

Hafeneinfahrt von Lindau mit Neuem Leuchtturm und Bayerischem Löwen
Hafeneinfahrt Lindau · Foto: JoachimKohler-HB, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Mit dem Schiff in den Lindauer Hafen

Kein anderes Verkehrsmittel passt so gut zu dieser Insel. Die Schiffe fahren durch die Hafeneinfahrt zwischen dem Bayerischen Löwen und dem Neuen Leuchtturm ein und legen im Hafen mitten in der Stadt an. Von dort ist die Hintere Insel zu Fuß erreichbar, die Leuchtturmmole markiert den Anfang der Schützinger Promenade. Genau dort beginnt auch der kleine Rundgang über das frühere Gartenschau-Gelände, der weiter unten beschrieben ist.

In Lindau legen vor allem die Schiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe (BSB) an, der sogenannten Weißen Flotte. Hinzu kommen die Vorarlberg Lines aus Bregenz und die Historische Schifffahrt Bodensee mit der „Hohentwiel“, laut Stadt Lindau dem einzigen Schaufelraddampfer auf dem See. Die Kursschiffe verkehren im Wesentlichen von April bis Oktober. Für 2026 nennen die Vorarlberg Lines den Zeitraum vom 3. April bis 18. Oktober.

Das Streckennetz ist dicht. Kursschiffe der Vorarlberg Lines fahren von Bregenz über Lindau nach Wasserburg, Nonnenhorn, Kressbronn, Langenargen, Friedrichshafen, Immenstaad, Hagnau, Meersburg, zur Mainau und nach Konstanz. Die Stadt Lindau nennt zusätzlich Verbindungen ans Schweizer Ufer. Außerdem gibt es Rundfahrten von 52 bis 140 Minuten, etwa in die Bregenzer und die Rorschacher Bucht.

Wer die Lindau Insel Anreise mit dem Schiff plant, sollte den Fahrplan des jeweiligen Tages prüfen, denn Schnellkurse fahren nicht täglich. Der Schnellkurs der Vorarlberg Lines über Lindau nach Meersburg und zur Mainau verkehrt 2026 etwa zwischen Juli und Mitte September von Donnerstag bis Sonntag, sonst nur an Wochenenden und Feiertagen. Die Reedereien bieten Kombinationen mit der Pfänderbahn, dem Zeppelin Museum in Friedrichshafen, der Burg Meersburg und der Insel Mainau an.

Der Mangturm an der Lindauer Hafenpromenade
Mangturm, 2025 · Foto: Michielverbeek, Wikimedia Commons, CC BY 4.0

Mit dem Auto: Parken vor der Insel

Mit dem Auto ist Lindau gut zu erreichen, aus Richtung München über die Autobahn A96, von Westen über die Bundesstraße B31. Aus Österreich führt die A14 durch den Pfändertunnel, laut Stadt Lindau ist dieser Abschnitt im Rheintal mautfrei. Schwieriger ist das letzte Stück. Die Parkplätze im Inselkern sind Bewohnerparkplätze, und die Stadt bittet Tagesgäste ausdrücklich, auf den Plätzen P1 und P2 zu parken und nicht auf die Insel zu fahren.

Zum Parken für Tagesbesuche empfiehlt die Stadt den P1 Blauwiese in Reutin. Er hat 280 Pkw-Stellplätze und rund 30 Plätze für Wohnmobile, das Tagesticket kostet 5 Euro, gebührenpflichtig von 8 bis 20 Uhr (Stand 09/2026). Der P2 Bleicheweg hinter der Jugendherberge bietet 390 Plätze und nur Tagestickets zu 7 Euro. Von beiden Plätzen fährt ein Bus im 30-Minuten-Takt zur Insel.

Näher an der Insel liegt der P3 Karl-Bever-Platz vor der Inselzufahrt mit 254 Plätzen zu 1,80 Euro pro Stunde, von hier sind es laut Stadt drei bis vier Minuten zu Fuß auf die Insel. Der P4 Parkhaus Inselhalle ist das einzige große Parkhaus auf der Insel selbst. Er hat 398 Plätze und kostet tagsüber 2 Euro pro Stunde (Stand 09/2026).

Für Bahnkunden gibt es den P+R Reutiner Bahnhof mit 150 Plätzen zu 1,60 Euro pro Stunde oder 7 Euro am Tag. Alle fünf Plätze arbeiten seit 2026 mit einem digitalen, schrankenlosen System, das die Kennzeichen erfasst. Bezahlt wird am Automaten oder per App, eine Parkscheibe braucht es dort nicht.

Mit dem Auto auf die Hintere Insel zu fahren, lohnt sich an sonnigen Wochenenden selten. Der Fußweg vom P3 auf die Insel ist kurz und oft schneller als eine Runde um belegte Straßen. Die Details zu Zahlungsarten, Wohnmobilplätzen in Zech und kostenlosen Schulparkplätzen in den Ferien fasst der Parkführer zusammen.

Eingang des Bahnhofsgebäudes Lindau-Insel
Bahnhof Lindau-Insel, 2026 · Foto: Sneeuwvlakte, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Mit dem Rad am Bodensee-Radweg

Lindau liegt am Bodensee-Radweg, den die Stadt als eine der beliebtesten Radstrecken Mitteleuropas beschreibt und mit knapp 273 Kilometern rund um den See angibt. Viele Tagesgäste kommen daher auf dem Rad aus Bregenz, Wasserburg oder Friedrichshafen und machen auf der Insel Station.

Abstellmöglichkeiten gibt es an mehreren Stellen. Öffentliche Fahrradständer stehen am Inselbahnhof bei Gleis 1, am Alfred-Nobel-Platz, in der Maximilianstraße, in der Schafgasse und am Marktplatz. Im Parkhaus P4 Inselhalle gibt es 28 abschließbare Fahrradgaragen, zehn davon mit Lademöglichkeit für E-Bikes, der Zugang kostet laut Stadt 2 Euro (Stand 09/2026). Für teure Räder ist das die sicherere Wahl.

Eine Einschränkung sollte man kennen: In den Lindauer Stadtbussen dürfen keine Fahrräder mitgenommen werden. Wer sein Rad erst vor Ort braucht, kann es auf der Insel leihen. Die Stadt nennt drei Verleiher, außerdem stehen im Stadtgebiet E-Tretroller und Pedelecs des Anbieters Dott an 47 Stationen bereit. Auf der Hinteren Insel selbst sind die Wege kurz genug, dass viele das Rad am Rand abstellen und zu Fuß weitergehen.

Barrierefrei unterwegs auf der Hinteren Insel

Die Hintere Insel ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität leichter zu besuchen als die Altstadt mit ihrem Pflaster. Das Gelände ist weitgehend eben. Ein Teil davon entstand erst um 1970, als die Insel durch Aufschüttung um rund vier Hektar wuchs. Beim Bau der Gartenschau wurde auf Untergründe geachtet, die sich mit dem Rollstuhl befahren lassen.

Eine bauliche Verbesserung aus dieser Zeit ist geblieben: Auf die Karlsbastion führt eine Rampe. Damit ist der Blick über See und Berge von der alten Schanze aus auch mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen erreichbar. Die Uferstufen sind dagegen, wie der Name sagt, Stufen. Schon zur Gartenschau galten sie und die Treppenabgänge zum See als die Bereiche, die nicht barrierefrei waren.

Für die Anreise gilt Folgendes. Die Stadtbusse haben laut Stadt Lindau einen Niederflureinstieg für Rollstühle und Kinderwagen. Das Parkhaus P4 Inselhalle ist rollstuhlgerecht und hat 9 barrierefreie Stellplätze sowie Toiletten. Am Neuen Leuchtturm zahlen Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 50 den ermäßigten Eintritt von 3 Euro, der Turm selbst ist mit 139 Stufen allerdings nur zu Fuß zu besteigen.

Assistenzhunde, Rollstuhlverleih und die Informations-App für blinde Besucher waren Angebote der Gartenschau 2021. Ob es vergleichbare Angebote heute gibt, sollte vorab bei der Tourist-Information erfragt werden.

Verzierter Giebel des Bahnhofs Lindau-Insel
Giebel des Bahnhofs Lindau-Insel · Foto: Sneeuwvlakte, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Was vom Gartenschau-Gelände heute zu sehen ist

Die Gartenschau lief vom 20. Mai bis 10. Oktober 2021 und zählte 287.482 Besucher. Übrig geblieben ist ein Band aus Parks auf 5,3 Hektar, das sich vom Hafen bis an den Westrand der Insel zieht. Wer die einzelnen Bereiche genauer kennenlernen will, findet sie auf der Seite zum Gartenschau-Gelände.

Die Uferstufen sind der beliebteste Teil. Auf 120 Metern führen Betonstufen ins Wasser, davor liegt eine flache Kiesfläche, auf der auch Kinder gefahrlos baden können. Die Stufen sind so angelegt, dass man das Wasser bei jedem Pegelstand erreicht. An warmen Abenden ist hier der Treffpunkt der Insel, wer einen Platz in der ersten Reihe will, kommt früh. Mehr dazu steht auf der Seite zu den Uferstufen, weitere Bäder und Badestellen unter Baden in Lindau.

Landseitig schließt der Bürgerpark an, mit mehr als 9.000 Quadratmetern Freifläche an der Stelle eines früheren Parkplatzes. Das große Klettergerüst „Gratwanderung“ erinnert in seiner Form an Berggipfel, dazu kommen Rasenflächen, Slacklines und ein Sportband mit Calisthenics-Geräten, Boulderwürfel und Skateanlage. Der Park wurde 2025 mit einer Auszeichnung beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis bedacht. Hintergrund und Planung beschreibt die Seite zum Bürgerpark.

Ruhiger ist der Luitpoldpark. Dort ersetzen Stauden, Gräser und blühende Sträucher die frühere dünne Rasendecke über einer Tiefgarage. In seiner Mitte steht der „Ring for Peace“, eine 7,5 Meter hohe Skulptur aus Lärchenholz in Form eines Möbiusbandes, entworfen von Gisbert Baarmann für die Weltversammlung der „Religions for Peace“ im August 2019. Die Schwäbische Zeitung berichtete im März 2025 über den verwitterten Zustand des Rings, über seinen Erhalt wurde damals noch verhandelt.

Am Sina-Kinkelin-Platz liegt der Spielplatz mit dem großen Holzelefanten aus Robinienholz, rund fünf Meter hoch, der im Herbst 2020 fertig wurde. Mit Rutsche misst er rund sieben Meter in der Länge und wiegt etwa fünf Tonnen, im Bauch hangeln sich Kinder an Seilen entlang, die Augen dienen als Gucklöcher. Daneben steht der kleine Elefant, ein Klettergerüst, das seit Jahrzehnten zum Platz gehört und in der Bürgerbeteiligung vor der Gartenschau ausdrücklich bleiben sollte. Nach Angaben der Gartenschau war dies der erste Spielplatz Lindaus mit einem Inklusionsbereich, dessen Elemente so am Rand angeordnet sind, dass Kinder mit unterschiedlichen Einschränkungen gut herankommen. Unterhalb der Lindenterrasse ersetzte ein Spielfeld mit Kunststoffbelag den alten Bolzplatz.

Nicht alles ist so gekommen, wie 2021 geplant. Bei einem Bürgerentscheid am 25. September 2022 lehnten 74,5 Prozent der Abstimmenden die Wohnbebauung der südlichen Baufelder östlich des Bürgerparks ab. Wie sich die Hintere Insel seitdem entwickelt, beschreibt der Beitrag zur Stadtentwicklung auf der Insel.

Ein Rundgang von der Hafeneinfahrt zum Bürgerpark

Wer mit Bahn oder Schiff ankommt, beginnt am besten an der Leuchtturmmole. Von hier führt die Schützinger Promenade am Wasser entlang bis zum Luitpoldpark. Aus einem dunklen Trampelpfad wurde für die Gartenschau eine helle Allee. Die seltenen kolchischen Ahornbäume und die mächtigen Kastanien blieben erhalten und wechseln sich mit neu gepflanzten Bäumen ab. Bänke gibt es reichlich.

Am Ende der Promenade liegt die Karlsbastion. Auf der alten Schanze steht eine Ulme, die älter als 100 Jahre ist, daneben der Sockel des einstigen Maximiliansdenkmals, dessen Statue im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Die Mauern stammen zum Teil aus dem 16. Jahrhundert.

Hinter der Bastion öffnet sich der Luitpoldpark mit dem Ring for Peace. Folgt man dem Ufer weiter nach Westen, erreicht man die Uferstufen und den Bürgerpark. Die Wege sind kurz, und an fast jeder Ecke gibt es Bänke mit Blick auf den See. Zurück in die Altstadt geht es am einfachsten über den Sina-Kinkelin-Platz Richtung Inselmitte.

Boote im Yachthafen von Lindau mit Blumenkästen am Steg
Yachthafen Lindau · Foto: Rakoon, Wikimedia Commons, CC0

Rückblick 2021: Anreise zur Gartenschau

Im Gartenschau-Sommer war vieles anders organisiert. Die Veranstalter richteten den P1 Blauwiese als Auffangparkplatz ein, ein eigener Shuttlebus fuhr im 15-Minuten-Takt auf die Insel, und das Parkticket für 7 Euro am Tag schloss die Fahrt ein. Die Stadtbuslinie 2 hielt damals an der Haltestelle Westliche Insel direkt am Eingang Nord. Für Reisebusse gab es eigene Stellplätze in der Ladestraße und der Auenstraße, insgesamt kamen 178 Busgruppen.

Die Bodensee-Schiffsbetriebe verkauften ab dem 30. Juni 2021 ein Kombiticket aus Schifffahrt und Eintritt, das je nach Einstiegshafen zwischen 26,90 und 56,90 Euro kostete. Für Reiseveranstalter gab es ein Kombiticket mit der Pfänderbahn, das unter dem Motto „Gartenstrand vom Berg zum See“ stand.

Kurz zur Pandemie: Im Juni 2021 mussten sich Besucher registrieren, im Eingangsbereich und an Engstellen galt FFP2-Maskenpflicht, eine Testpflicht gab es nicht. All diese Regeln sind mit der Gartenschau ausgelaufen. Wer mehr über den Sommer 2021 erfahren will, findet es in der Übersicht zur Gartenschau Lindau 2021.

AI Raddampfer auf dem See vor einem Hafen mit Löwenfigur und Leuchtturm, illustriert (mit AI erstelltes Bild)
Mit AI erstelltes Bild · Hinweis zu AI-Bildern

Reisebusse und Wohnmobile

Für Gruppen und Wohnmobile gelten eigene Regeln, und beide dürfen nicht einfach auf die Insel fahren. Wohnmobile sind auf der Insel laut Stadt Lindau nicht erlaubt. Tagsüber stehen für sie rund 30 Plätze auf dem P1 Blauwiese bereit, weitere 32 auf dem Hartplatz in Zech. Dort kostet der Tag für ein Wohnmobil 20 Euro, für ein Auto 3 Euro, gebührenpflichtig von 8 bis 20 Uhr (Stand 09/2026). Zwischen 22 und 6 Uhr ist die Ein- und Ausfahrt am Hartplatz verboten.

Wer mit dem Wohnmobil übernachten will, braucht einen Stellplatz mit Übernachtungserlaubnis. Die Stadt nennt dafür den Park-Camping Lindau mit 10 und den Gitzenweiler Hof mit 17 Plätzen.

Reisebusse parken auf dem Festland, am Karl-Bever-Platz mit 14 und in der Ladestraße mit 10 Stellplätzen. Beide kosten laut Stadt 2,60 Euro pro Stunde oder 25 Euro am Tag (Stand 09/2026). Motoren laufen zu lassen, etwa um die Klimaanlage zu betreiben, ist auf diesen Plätzen verboten. Für Busgruppen bedeutet das: Die Gruppe steigt am Rand der Insel aus und erreicht die Hintere Insel zu Fuß, während der Bus auf dem Festland wartet. Beim Parken auf dem P1 Blauwiese nehmen die Automaten laut Stadt Münzen, Karte, Apple Pay und Google Pay an, alternativ läuft die Zahlung über die App EasyPark. Kleingeld muss also niemand mehr sammeln, bevor er nach Lindau fährt.

Gästekarte, Stadtbus und Fernbus

Wer in Lindau übernachtet, zahlt Kurtaxe und erhält dafür die Echt Bodensee Card. Sie ist zugleich Fahrschein für Stadtbusse, Regionalbusse und Regionalzüge im Verbund Bodensee-Oberschwaben (bodo). Das verändert die Rechnung für die Anreise auf die Insel spürbar: Mit der Karte kostet der Bus vom P1 oder P2 nichts, ebenso der Regionalzug von Reutin zum Inselbahnhof. Die Karte gewährt außerdem Ermäßigungen bei mehr als 200 Freizeit- und Kultureinrichtungen der Region.

Fernbusse halten laut Stadt in der Bregenzer Straße 14 auf dem Festland, mit Verbindungen unter anderem aus Zürich, St. Gallen, München, Augsburg und Memmingen. Der nächste Flughafen ist der Bodensee-Airport Friedrichshafen in rund 25 Kilometern Entfernung.

Die Hintere Insel eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge. Der Lindenhofpark am Festlandufer und der Alte Friedhof in Aeschach waren 2021 Außenstandorte der Gartenschau, sie sind mit Stadtbus oder Rad erreichbar. Eine Auswahl dieser Ziele steht unter Ausflüge in die Region.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wie funktioniert die Lindau Insel Anreise mit der Bahn am einfachsten?

Fernzüge aus München und Zürich halten im Bahnhof Lindau-Reutin auf dem Festland. Von dort fahren Regionalzüge weiter zum Bahnhof Lindau-Insel, der als Kopfbahnhof direkt am Hafen liegt. Laut der Stadt Lindau sind es vom Inselbahnhof nur eine Minute zu Fuß bis zur Hafeneinfahrt. Alternativ bringen Stadtbusse, Taxis und Fahrdienste Reisende von Reutin auf die Insel.

Welcher Bahnhof ist für die Hintere Insel der richtige?

Für einen Besuch der Hinteren Insel ist der Bahnhof Lindau-Insel der kürzere Weg, weil er westlich der Altstadt am Hafen liegt und das ehemalige Gartenschau-Gelände zu Fuß erreichbar ist. Lindau-Reutin ist der Fernbahnhof auf dem Festland. Wer mit einem Fernzug ankommt, steigt dort in einen Regionalzug oder in den Stadtbus um.

Wo parkt man für einen Tagesbesuch auf der Lindauer Insel?

Die Stadt Lindau empfiehlt für Tagesbesuche den Parkplatz P1 Blauwiese in Reutin, der laut Stadt 5 Euro pro Tag kostet (Stand 09/2026). Auch P2 Bleicheweg ist für Tagesgäste gedacht. Von beiden Plätzen fährt ein Bus im 30-Minuten-Takt zur Insel. Das Parkhaus P4 an der Inselhalle liegt direkt auf der Insel, rechnet aber stundenweise ab.

Darf man mit dem Auto auf die Insel fahren?

Die Zufahrt ist nicht gesperrt, die Stadt bittet Tagesgäste aber ausdrücklich, auf P1 und P2 zu parken und die Insel nicht zu befahren. Die Parkplätze im Inselkern sind Bewohnerparkplätze. Wer trotzdem mit dem Auto auf die Insel will, findet im Parkhaus P4 Inselhalle 398 Stellplätze. Wohnmobile dürfen nicht auf die Insel fahren.

Was kostet das Parken im Parkhaus P4 Inselhalle?

Laut Stadt Lindau kostet P4 zwischen 8 und 20 Uhr 2 Euro pro Stunde, von 20 bis 23 Uhr 1 Euro pro Stunde und über Nacht von 23 bis 8 Uhr pauschal 2 Euro (Stand 09/2026). Das Parkhaus hat 398 Plätze, darunter 9 barrierefreie, 14 Familienplätze und 4 Ladeplätze. Bezahlt wird über ein digitales System mit Kennzeichenerkennung.

Kann man mit dem Schiff direkt zur Lindauer Insel fahren?

Ja. Die Kursschiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe und der Vorarlberg Lines legen im Lindauer Hafen an, also mitten auf der Insel. Von der Anlegestelle erreicht man Altstadt und Hintere Insel zu Fuß. Die Kursschifffahrt läuft im Wesentlichen von April bis Oktober, für 2026 nennen die Vorarlberg Lines den 3. April bis 18. Oktober als Fahrplanzeitraum.

Welche Orte am Bodensee sind per Schiff mit Lindau verbunden?

Nach Angaben der Vorarlberg Lines fahren Kursschiffe von Bregenz über Lindau nach Wasserburg, Nonnenhorn, Kressbronn, Langenargen, Friedrichshafen, Immenstaad, Hagnau, Meersburg, zur Mainau und nach Konstanz. Die Stadt Lindau nennt außerdem Verbindungen zum Schweizer Ufer. Einzelne Abfahrtszeiten wechseln je nach Saison und sollten im aktuellen Fahrplan der Reedereien nachgesehen werden.

Ist die Lindau Insel Anreise mit dem Fahrrad sinnvoll?

Für Radfahrer liegt Lindau am Bodensee-Radweg, den die Stadt mit knapp 273 Kilometern rund um den See angibt. Auf der Insel gibt es öffentliche Fahrradständer am Inselbahnhof, am Alfred-Nobel-Platz, in der Maximilianstraße, in der Schafgasse und am Marktplatz. Im Parkhaus P4 stehen 28 Fahrradgaragen bereit. In den Stadtbussen dürfen Fahrräder nicht mitgenommen werden.

Kostet der Besuch der Hinteren Insel heute Eintritt?

Nein. Eintritt verlangte nur die Gartenschau selbst, die vom 20. Mai bis 10. Oktober 2021 lief. Seitdem sind Uferstufen, Bürgerpark, Luitpoldpark, Karlsbastion, Schützinger Promenade und Sina-Kinkelin-Platz öffentliche Grünflächen der Stadt Lindau. Kassen, Drehkreuze und Öffnungszeiten der Gartenschau gibt es nicht mehr. Kosten entstehen nur für Anreise und Parken.

Ist die Hintere Insel barrierefrei erreichbar?

Das Gelände ist weitgehend eben, ein Teil davon wurde erst um 1970 aufgeschüttet. Zur Gartenschau wurde auf rollstuhlgeeignete Wege geachtet, und auf die Karlsbastion führt seitdem eine Rampe. Die Uferstufen sind naturgemäß Treppen. Das Parkhaus P4 ist laut Stadt rollstuhlgerecht und hat 9 barrierefreie Plätze, die Stadtbusse haben einen Niederflureinstieg.

Wie kommt man vom Parkplatz P1 Blauwiese auf die Insel?

Vom P1 Blauwiese in Reutin fährt laut Stadt Lindau ein Bus im 30-Minuten-Takt zur Insel. Mit der Echt Bodensee Card, die Übernachtungsgäste erhalten, ist die Fahrt kostenlos. Tagesgäste ohne Gästekarte brauchen einen Busfahrschein. Der Platz hat 280 Pkw-Stellplätze und rund 30 Plätze für Wohnmobile, bezahlt wird per Münze, Karte oder App.

Was ist die Echt Bodensee Card und hilft sie bei der Anreise?

Die Echt Bodensee Card ist die Gästekarte der Region. Übernachtungsgäste in Lindau erhalten sie mit der Kurtaxe. Sie gilt als Fahrschein in Stadtbussen, Regionalbussen und Regionalzügen im Verbund Bodensee-Oberschwaben (bodo). Für die Lindau Insel Anreise heißt das: Wer auf dem Festland übernachtet oder parkt, fährt mit Bus und Regionalzug ohne zusätzliches Ticket auf die Insel.

Wo halten Fernbusse in Lindau?

Laut Stadt Lindau liegt die Fernbushaltestelle in der Bregenzer Straße 14 auf dem Festland. Angefahren wird sie unter anderem aus Zürich, St. Gallen, München, Augsburg und Memmingen. Von dort geht es mit dem Stadtbus oder vom nahen Bahnhof Lindau-Reutin mit dem Regionalzug weiter zum Bahnhof Lindau-Insel und damit an den Hafen.

Welcher Flughafen liegt am nächsten an Lindau?

Der nächstgelegene Flughafen ist der Bodensee-Airport Friedrichshafen, den die Stadt Lindau mit rund 25 Kilometern Entfernung angibt. Zürich liegt etwa 140 Kilometer entfernt, Stuttgart rund 200 und München rund 210 Kilometer. Von Zürich und München bestehen direkte Zugverbindungen nach Lindau-Reutin, laut Stadt mit sechs direkten Verbindungen am Tag.

Was war bei der Anreise zur Gartenschau 2021 anders?

Im Gartenschau-Sommer 2021 gab es einen eigenen Shuttlebus vom Auffangparkplatz P1 Blauwiese im 15-Minuten-Takt, der im Parkticket von 7 Euro pro Tag enthalten war. Die Bodensee-Schiffsbetriebe verkauften ein Kombiticket aus Schifffahrt und Eintritt. Außerdem galten Corona-Regeln wie Registrierung und FFP2-Masken an Engstellen. Diese Angebote und Regeln sind mit der Gartenschau ausgelaufen.