Lindau 2021 Gartenschau · Insel · See
Die Region macht mit

Ausflugsziele rund um Lindau: zwischen Bodensee und Westallgäu

Die Gartenschau 2021 endete nicht an der Hinteren Insel. Sieben Ausflugsziele rund um Lindau, zwischen dem Seeufer und den Tobeln des Westallgäus, gehörten als Außenstandorte zum Programm, dazu ein Campingpark als Gastgeber-Partner. Diese Seite ordnet die Stationen nach Entfernung, erklärt, welche Rolle sie 2021 spielten, und zeigt, was an jedem Ort heute noch zu sehen ist.

Sonnenaufgang über dem Bodensee bei Lindau mit Obstgärten im Vordergrund
Morgen über dem Bodensee · Foto: Silvio John, Elsterwerda, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Ausflugsziele rund um Lindau: sieben Außenstandorte und ein Partner

Wer Ausflugsziele rund um Lindau am Bodensee sucht, findet eine brauchbare Auswahl in einem Programm aus dem Jahr 2021. Die Gartenschau „Natur in Lindau 2021“ lief vom 20. Mai bis zum 10. Oktober 2021 auf der Hinteren Insel, doch die Natur in Lindau gGmbH als Veranstalterin band von Anfang an Orte außerhalb des Geländes ein. Unter dem Titel „Die Region macht mit“ standen sieben Außenstandorte im Programm: die Hausbachklamm in Weiler, die Scheidegger Wasserfälle, die Versuchsstation für Obstbau in Schlachters, der Lindenhofpark, der Alte Friedhof Aeschach, der Naturbeobachtungssteg an der Reutiner Bucht und das Hoyerbergschlössle. Als offizieller Gastgeber-Partner kam der Campingpark Gitzenweiler Hof hinzu.

Die Auswahl war kein Zufall. Sie reicht vom Seeufer bis in die Hügel und Tobel des Westallgäus und deckt damit fast alles ab, was die Umgebung ausmacht: Gartenkunst des 19. Jahrhunderts, ein Friedhof aus der Reformationszeit, ein Schilfgürtel mit brütenden Vögeln, eine Sandsteinklamm, zwei Wasserfälle und ein Obstbaubetrieb, an dem seit rund hundert Jahren gelehrt und geforscht wird.

Das Programm der Gartenschau 2021 ist Geschichte. Die Orte sind geblieben, und fast alle lassen sich heute genauso besuchen wie damals. Wie das Gelände auf der Insel selbst aussah und was dort blieb, beschreibt die Seite zur Gartenschau Lindau 2021.

Wie die Gartenschau 2021 die Region einband

Die Idee hinter „Die Region macht mit“ beschrieb der Veranstalter mit einem Bild: Wie ein Stein, der ins Wasser fällt, sollte der „Gartenstrand“ Kreise in die Umgebung ziehen. Jeder Außenstandort bekam dazu ein Gefühl zugeordnet. Die Hausbachklamm stand für Wildheit, die Wasserfälle in Scheidegg für Romantik, die Obstbauschule in Schlachters für Sinnlichkeit, der Lindenhofpark für Bewunderung, der Aeschacher Friedhof für Besinnung und der Naturerlebnissteg für Staunen.

Das Hoyerbergschlössle fehlt in dieser Aufzählung. Es kam erst im März 2021 als eigene Seite ins Programm, also wenige Wochen vor der Eröffnung, und bekam kein eigenes Stichwort mehr. Der digitale Reiseführer „Fairführer“, der Audiostationen zur Gartenschau anbot, sprach dagegen von „sechs Freunden der Gartenschau“ und nannte als Beispiele den Obsthof in Schlachters, die Hausbachklamm und den Lindenhofpark.

Für die Orte bedeutete die Aufnahme vor allem Aufmerksamkeit. Eintritt auf die Außenstandorte verlangte die Gartenschau nicht; sie lagen außerhalb des Zauns und behielten ihre eigenen Regeln. Der BUND Naturschutz, der auf dem Gelände mit einem festen Pavillon vertreten war, bot im Rahmen der Gebietsbetreuung Veranstaltungen an der Reutiner Bucht, an den Scheidegger Wasserfällen und in der Hausbachklamm an.

Luftbild von Pfänder und Bodensee bei Lindau
Pfänder und Bodensee aus der Luft · Foto: Asurnipal, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Am Bodensee: vier Stationen im Lindauer Stadtgebiet

Vier der Außenstandorte liegen innerhalb der Stadt Lindau und lassen sich an einem halben Tag verbinden. Keiner von ihnen liegt auf der Insel. Lindenhofpark und Hoyerberg liegen westlich der Insel, Aeschach nördlich davon, die Reutiner Bucht im Osten. Wer alle vier sehen will, braucht ein Rad oder den Stadtbus.

Der Lindenhofpark am Villenufer in Bad Schachen gilt als bedeutendste Anlage am Lindauer Villenufer und ist 7,5 Hektar groß. Der Handelsherr Friedrich Gruber ließ dort ab 1840 eine Villa bauen; den Park gestaltete der Düsseldorfer Gartenkünstler Maximilian Friedrich Weyhe aus ehemaligen Obst- und Weingärten. Seit 1956 gehört die Anlage der Stadt, im Ostflügel der Villa sind die Friedensräume untergebracht. Der Park ist ganzjährig und ohne Eintritt geöffnet.

Der Alte Friedhof Aeschach ist über 500 Jahre alt. Die Stadt legte ihn nach der Pest um 1510 an, außerhalb der damaligen Stadt, und nutzte für Mauern und Kapelle Steine einer verfallenen römischen Villa. Bis 1915 wurde dort beerdigt. Die Grabmale an den Mauern erinnern an italienische Vorbilder im Stil eines Campo Santo; ein Förderverein kümmert sich seit 2003 um ihren Erhalt.

Der Naturbeobachtungssteg an der Ladestraße führt in das Naturschutzgebiet Reutiner Bucht. Er wurde für die Gartenschau gebaut, damit Besucher Vögel und Schilf beobachten können, ohne den Ufersaum zu betreten. Wer leise ist, sieht dort Haubentaucher, Libellen und Wasservögel.

Das Hoyerbergschlössle steht auf dem Hoyerberg, einem Moränenhügel rund 70 Meter über dem See. Der Belvedere von 1854 mit seinem 15 Meter hohen Turm war über Jahrzehnte ein Ausflugslokal, steht aber seit 2012 leer. Die Aussicht auf Insel, See und Alpen gibt es trotzdem, und die Sanierung ist inzwischen genehmigt.

Ins Westallgäu: Hausbachklamm und Scheidegger Wasserfälle

Die beiden Stationen im Westallgäu verlangen mehr Zeit, liefern aber das stärkste Kontrastprogramm zum Seeufer. Beide Orte gehören noch zum Landkreis Lindau.

In Weiler im Allgäu hat sich der Hausbach über lange Zeit in den Sandstein geschnitten. Die Klamm beginnt als recht breites Tal an der Kirche des Ortes, führt an der Lourdes-Kapelle vorbei und wird dann enger, mit Becken, Strudeln und schattigen Steilufern. Die Lourdes-Kapelle diente 2021 als Willkommensplatz mit ersten Informationen. Die Wege erlauben kurze Spaziergänge am Ortsrand ebenso wie lange Touren; der Markt Weiler-Simmerberg führt die Klamm auf einem Premiumwanderweg.

In Scheidegg stürzt der Rickenbach über zwei Gesteinsstufen in die Tiefe und bildet die Scheidegger Wasserfälle. Unterhalb beginnt die Rohrachschlucht, eines der bekannten Geotope Bayerns und das größte Naturschutzgebiet im Landkreis. Die Schlucht selbst ist nicht zugänglich, Aussichtspunkte erreicht man über eine lange Treppe. Die Wasserfälle haben eine eigene Kasse und sind bei Starkregen, Sturm oder Glätte gesperrt. Für den Blick von oben warb die Gartenschau 2021 zusätzlich mit dem Baumwipfelpfad skywalk allgäu.

Das Westallgäu ist hier eine andere Landschaft als das Seeufer. Statt Villen und Promenaden prägen Grünland, Tobel und Wald das Bild, und an klaren Tagen reicht der Blick von Weiler aus bis zur Nagelfluhkette mit dem Hochgrat. Wer beides an einem Tag schaffen will, sollte früh losfahren. Die Klamm und der Abstieg zu den Fällen sind Fußwege mit Stufen und nassen Stellen, feste Schuhe lohnen sich an beiden Orten.

Blick vom Pfänder über den Bodensee auf Lindau
Blick vom Pfänder · Foto: Asurnipal, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Zwischen Stadt und Allgäu: Schlachters und der Gitzenweiler Hof

Zwei Stationen liegen im Hügelland direkt hinter Lindau, beide mit Obst, Kräutern und Landwirtschaft als Thema.

Schlachters ist ein Ortsteil von Sigmarszell. Auf einer Anhöhe betreibt die Hochschule Weihenstephan-Triesdorf dort die Versuchsstation für Obstbau, die frühere Obstbauschule Schlachters, die über hundert Jahre lang Gärtner im Obst- und Weinbau ausbildete. Heute forscht die Station auf rund acht Hektar an Kernobst, prüft neue Apfel- und Birnensorten auf Klimaverträglichkeit und Schädlingsdruck und pflegt einen Sortengarten mit alten Sorten aus dem Allgäu. Zur Zeit der Gartenschau standen dort rund achtzig Apfel- und ebenso viele Birnensorten. Für die rund 200 Obstbaubetriebe am bayerischen Bodensee ist sie Anlaufstelle für Beratung und Weiterbildung.

Der Gitzenweiler Hof war kein Außenstandort, sondern offizieller Gastgeber-Partner. Der Campingpark am Rand von Lindau richtete 2021 auf dem Gartenschaugelände nahe den Uferstufen den „GITZ-Beach“ ein, eine Liegefläche im Sand mit Blick über den See, und legte an der Schützinger Promenade einen Kräutergarten zum Probieren an. Auf dem eigenen Gelände betreibt der Hof einen Bio-Schaugarten mit Kräutern und Gemüse.

Ein Gartenjahr am ganzen Bodensee

Lindau war 2021 nicht allein. Am Nordwestufer des Sees lief in Überlingen die Landesgartenschau Baden-Württemberg, die wegen der Pandemie aus dem Jahr 2020 verschoben worden war und vom 30. April bis zum 17. Oktober 2021 dauerte. Zwei Gartenschauen an einem See im selben Sommer, dazu in zwei Bundesländern: Das Netzwerk Bodenseegärten machte daraus gemeinsam mit beiden Schauen, der Insel Mainau und weiteren Partnern das „Gartenjahr am Bodensee 2021“, mit Faltkarte und eigener Website. Zwischen Überlingen und Lindau pendelte ein eigener Bus, und der „Fairführer“ bot Audioführungen zu beiden Schauen an. Mehr dazu steht im Beitrag über das Gartenjahr am Bodensee.

Für einen Ausflug heute ist diese Verbindung eher eine Anregung als ein Programm. Das Netzwerk Bodenseegärten führte damals 42 Parks und Gärten in vier Ländern, darunter die Mainau, und wer die Außenstandorte am bayerischen Ufer kennt, kann die Reihe am anderen Ufer fortsetzen.

AI Hügellandschaft mit Obstbäumen, Bachwasserfall und Dorfkirche (mit AI erstelltes Bild)
Mit AI erstelltes Bild · Hinweis zu AI-Bildern

Was von der Gartenschau 2021 in der Region geblieben ist

Anders als auf der Hinteren Insel, wo mit Bürgerpark und Uferstufen neue Anlagen dauerhaft blieben, hat die Gartenschau an den Außenstandorten kaum gebaut. Die große Ausnahme ist der Beobachtungssteg an der Reutiner Bucht. Er entstand für 2021, wurde als Teil der Gartenschau geplant und steht bis heute.

An den anderen Orten hat sich seither eher wegen eigener Projekte etwas verändert. Im Lindenhofpark wurden mit Unterstützung der Deutschen Stiftung Denkmalschutz Schmuckbeete, Nutzgärten mit Pergolen und zwei Brunnen wiederhergestellt, zuletzt in einer Maßnahme im Jahr 2022; der Förderverein Gartendenkmal Lindenhofpark rekonstruierte historische Laubengänge. Am Hoyerbergschlössle lief 2023 die Übergabe an die städtische Wohnungsbaugesellschaft GWG, die das Gebäude im Erbbaurecht übernahm; im Februar 2026 nahm das Landesamt für Denkmalpflege das Vorhaben in die Planungsliste eines Förderverfahrens auf.

Für die Gartenschau selbst war diese Einbindung auch ein Stück Formgeschichte. Lindau 2021 war die letzte bayerische Regionalgartenschau der Reihe „Natur in …“; seit 2022 gibt es jährlich eine Bayerische Landesgartenschau. Welche Schauen seither folgten, zeigt der Überblick über kommende Landesgartenschauen.

Ausflugsziele rund um Lindau nach Aufwand geordnet

Ohne Auto und mit wenig Zeit bleibt man im Stadtgebiet. Eine sinnvolle Reihenfolge führt von Osten nach Westen: zuerst der Beobachtungssteg an der Reutiner Bucht, dann der Alte Friedhof in Aeschach und zuletzt der Lindenhofpark in Bad Schachen, zu dem der Stadtbus Linie 4 Richtung Alwind fährt. Der Hoyerberg passt dazu, wenn noch Kraft für den Anstieg übrig ist; der Blick auf die Insel lohnt vor allem am späten Nachmittag.

Mit einem halben Tag und einem Auto kommt Schlachters hinzu. Die Versuchsstation ist ein Forschungsbetrieb, deshalb fragt man vorab nach Führungen oder offenen Terminen. Die Hochschule lädt jedes Jahr zu einem Feldtag ein, der sich allerdings an die Obstbaupraxis richtet.

Ein ganzer Tag gehört dem Westallgäu. Die Hausbachklamm in Weiler und die Wasserfälle in Scheidegg liegen im selben Landkreis, aber im Hinterland, und beide verlangen Gehzeit auf Stufen und feuchten Pfaden. Die Wasserfälle sind nur saisonal geöffnet; die aktuellen Zeiten nennt die Gemeinde Scheidegg.

Für Übernachtungen und Anreise gilt dasselbe wie für einen Besuch der Insel. Der Fernverkehr hält in Lindau-Reutin, Regionalzüge fahren weiter zum Bahnhof Lindau-Insel. Wer mit dem Auto kommt, findet die Parkplätze und Preise auf der Seite Parken in Lindau, die Sehenswürdigkeiten der Altstadt unter Lindau entdecken.

Eine Kleinigkeit zum Schluss, die leicht übersehen wird: Das Schutzgebiet an der Reutiner Bucht ist während der Brutzeit empfindlich, und der Steg ist absichtlich so hoch gebaut, dass niemand hinunterklettert. Ein Fernglas ist dort nützlicher als jede Kamera mit Weitwinkel. Am Alten Friedhof Aeschach wiederum bietet der Förderverein immer wieder Führungen an, deren Termine im Veranstaltungskalender der Tourismusseite stehen und die sich für einen Einstieg in diese Ausflugsziele rund um Lindau besser eignen als ein Rundgang auf eigene Faust: Die Grabmale und ihre Familien erschließen sich mit Erklärung deutlich schneller.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Welche Ausflugsziele rund um Lindau gehörten zur Gartenschau 2021?

Unter dem Titel „Die Region macht mit“ standen sieben Außenstandorte im Programm: die Hausbachklamm in Weiler, die Scheidegger Wasserfälle, die Versuchsstation für Obstbau in Schlachters, der Lindenhofpark, der Alte Friedhof Aeschach, der Naturbeobachtungssteg an der Reutiner Bucht und das Hoyerbergschlössle. Der Campingpark Gitzenweiler Hof trat zusätzlich als offizieller Gastgeber-Partner auf und richtete auf dem Gelände einen Strandbereich ein.

Welche Ausflugsziele rund um Lindau lassen sich ohne Auto erreichen?

Die vier Stationen im Stadtgebiet sind ohne Auto gut machbar. Zum Lindenhofpark fährt laut Tourismusseite der Stadtbus Linie 4 Richtung Alwind, der Alte Friedhof liegt im Stadtteil Aeschach auf dem Festland, der Hoyerberg im Stadtteil Hoyren. Für Weiler und Scheidegg im Westallgäu sollte man Fahrpläne vorher prüfen, weil die Verbindungen dorthin deutlich seltener sind als in der Stadt.

Waren die Außenstandorte 2021 im Eintritt der Gartenschau enthalten?

Die Außenstandorte lagen außerhalb des umzäunten Geländes auf der Hinteren Insel und waren eigenständige Orte mit eigenen Regeln. Parks und Friedhof waren frei zugänglich, die Scheidegger Wasserfälle haben eine eigene Kasse. Die Gartenschau lieferte vor allem Aufmerksamkeit, Beschilderung und Informationen, etwa im digitalen Reiseführer „Fairführer“, der die „Freunde der Gartenschau“ vorstellte.

Was ist vom Naturbeobachtungssteg heute noch da?

Der Steg steht weiterhin im Naturschutzgebiet Reutiner Bucht an der Ladestraße, auf der sogenannten Galgeninsel. Die Stadt Lindau beschreibt ihn als Beobachtungspunkt, der Besucher lenkt, damit sie den Schilfgürtel nicht betreten. Sitzbänke und Mülleimer fehlen bewusst, damit sich dort niemand länger aufhält. Feiern ist im Schutzgebiet verboten.

Ist das Hoyerbergschlössle wieder geöffnet?

Noch nicht. Das Gebäude steht seit 2012 leer. Seit 2023 liegt es bei der städtischen Wohnungsbaugesellschaft GWG, die eine denkmalgerechte Sanierung vorbereitet. Laut einem Bericht der Schwäbischen Zeitung vom Juni 2026 liegt die Baugenehmigung vor, die Kosten werden auf rund zwei Millionen Euro geschätzt. Ein Eröffnungstermin für das künftige Café mit Terrasse steht noch nicht fest.

Wie weit ist das Westallgäu von Lindau entfernt?

Weiler im Allgäu und Scheidegg liegen im Landkreis Lindau, aber schon im hügeligen Hinterland. Die Originalbeschreibung der Hausbachklamm sprach 2021 von einer „etwas weiteren Anfahrt“. Für einen Besuch beider Orte plant man am besten einen ganzen Tag ein, zumal die Wege in der Klamm und hinunter zu den Wasserfällen zu Fuß Zeit brauchen.

Kann man die Versuchsstation für Obstbau in Schlachters besuchen?

Die Station in Sigmarszell gehört zur Hochschule Weihenstephan-Triesdorf und ist ein Forschungsbetrieb, kein Ausflugslokal. Die Hochschule veranstaltet dort regelmäßig einen Feldtag für die Praxis. Wer die Obstanlagen sehen möchte, erkundigt sich am besten vorab bei der Station, ob gerade Führungen oder offene Termine angeboten werden.

Welche Rolle spielte der Gitzenweiler Hof bei der Gartenschau?

Der Campingpark war offizieller Gastgeber-Partner. Auf dem Gartenschaugelände entstand nahe den Uferstufen der „GITZ-Beach“, eine Liegefläche im Sand mit Blick über den See. An der Schützinger Promenade legte der Betrieb außerdem einen Kräutergarten zum Probieren an, als Gegenstück zum Bio-Schaugarten auf dem eigenen Gelände.

Welche Ausflugsziele rund um Lindau eignen sich bei Regen?

Bei Regen fallen die Klamm in Weiler und die Wasserfälle in Scheidegg eher weg: Die Scheidegger Wasserfälle werden bei Starkregen und Sturm gesperrt, die Wege werden rutschig. Näher liegt dann die Villa im Lindenhofpark mit den Friedensräumen, einem interaktiven Museum im Ostflügel. Es hat in der Saison dienstags bis sonntags geöffnet; die Saison 2026 begann am 19. April.

Gibt es heute noch eine gemeinsame Route der Außenstandorte?

Eine ausgeschilderte Gesamtroute wurde nach 2021 nicht bekannt. Die Stadt Lindau führt aber den Gartenkulturpfad, kuratierte Spaziergänge durch Grünanlagen auf Insel und Festland, zu denen auch der Hoyerberg mit seinen Villen, Weinbergen und Obstwiesen zählt. Die Stationen außerhalb der Stadt besucht man am einfachsten einzeln.