Lindau 2021 Gartenschau · Insel · See
Lageplan in Worten

Gelände Gartenschau Lindau: Lageplan der Hinteren Insel am Bodensee

Rund 5,3 Hektar umfasste das Gelände der Gartenschau 2021 im Westen der Lindauer Insel. Der gedruckte Übersichtsplan lag damals an beiden Eingängen aus. Diese Seite ersetzt ihn in Worten: Sie führt Bereich für Bereich über die Hintere Insel und sagt, was dort stand und was heute noch zu finden ist.

Promenade mit Bäumen und Holzobjekten auf der Hinteren Insel in Lindau
Hintere Insel, Mai 2022 · Foto: Simon Legner (simon04), Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
KarlsbastionSchützinger WegLuitpoldparkUferstufenBürgerparkSina-Kinkelin-Platz
Die sechs Bereiche der Gartenschau auf der Hinteren Insel (schematisch). Ein Klick auf eine Zahl öffnet den Bereich.

Gelände Gartenschau Lindau: vom Eingang Nord zum Sina-Kinkelin-Platz

Wer heute auf der Hinteren Insel nach dem Gelände Gartenschau Lindau sucht, findet keine Zäune und Kassen mehr, wohl aber fast alle Wege und Plätze von 2021. Die Schau nahm den westlichen Teil der Altstadtinsel ein, rund 5,3 Hektar zwischen der Leuchtturmmole und dem neuen Bürgerpark. Anders als bei vielen Gartenschauen gab es keinen großen Rundkurs, sondern eine Folge von Räumen am Ufer, die ineinander übergingen. Der alte Lageplan lässt sich deshalb gut in Worten nacherzählen: Man folgt einfach dem Wasser.

Grob lässt sich das Gelände in drei Teile gliedern. Im Norden lagen der Eingang am Uferweg, der Ausstellungsbereich mit den Themengärten und der neue Bürgerpark mit den Uferstufen. In der Mitte folgten der ruhige Luitpoldpark und die Karlsbastion. Im Süden schloss die Schützinger Promenade an, die am Wasser entlang bis zum Hafen führt. Wie diese Abfolge gedacht war, erklärt die Seite zum Konzept der Gartenschau.

Die Eingänge: Nord am Uferweg, Süd an der Eilguthalle

Zwei Eingänge führten auf das Gelände. Der Eingang Nord lag am Uferweg 2 und war der wichtigste für alle, die mit dem Bus kamen, denn dort hielt die Linie 2 des Stadtbusses an der Haltestelle Westliche Insel. Am Eingang Nord standen auch die Behindertenparkplätze und Fahrradboxen, und hier konnte man Rollstühle und E-Mobile leihen.

Der Eingang Süd lag in der Nähe der Eilguthalle, an der Schützinger Promenade zwischen Eilguthalle und Karlsbastion. An beiden Eingängen lag der gedruckte Übersichtsplan aus. Dazu gab es das aktuelle Wochenprogramm. Das war wichtig, weil sich Blumenschau und Veranstaltungen ständig änderten.

Der Ausstellungsbereich hinter dem Eingang Nord

Zwischen dem Eingang Nord und dem Bürgerpark lag der Bereich, in dem die Gartenschau im engeren Sinn stattfand. Hier zeigten drei Betriebe des Garten- und Landschaftsbaus vier Themengärten: „Birkenflüstern“, den „Zoomgarten“, „Feng Shui am See“ und den „Garten der Illusionen“. Der „Zoomgarten“ etwa zeigte die Bodenseelandschaft abstrahiert im Miniaturformat, mit einem See in der Mitte und seinen Zu- und Abflüssen. Nebenan stand der Pavillon des Bund Naturschutz mit einem Wasserfall aus Nagelfluh, der aus Scheidegg stammte.

Die Blumenschau wechselte etwa alle zwei Wochen ihr Thema, und die Blumeninsel Mainau steuerte einen eigenen Beitrag mit Zitrusfrüchten bei. Für Musik, Lesungen und Kabarett war die Radio 7-Terrasse die Bühne. Kinder zog es auf die Kunterbunte Spieleland-Wiese, Größere auf das Beachvolleyballfeld. Wer genauer wissen möchte, wer hier ausstellte, findet die Beiträge auf der Seite der Aussteller.

Hintere Insel: Bürgerpark und Sportband

Den größten Teil des nördlichen Geländes nahm der Bürgerpark ein. Er entstand auf einem Parkplatz, der früher mit Autos belegt war, und sollte das grüne Herz des späteren Wohnviertels werden. Im Zentrum steht die „Gratwanderung“, ein großes Spielgerüst, dessen Form an die Gipfel der Schweizer Berge erinnert. Ringsum liegen Rasenflächen zum Toben, dazu Slacklines und viele Bäume, die Schatten spenden.

Im nördlichen Teil des Bürgerparks verläuft das Sportband mit Skateanlage, Calisthenics-Geräten und dem Boulderblock des Alpenvereins. Die Skater von Lindau Move hatten ihre Bahn selbst mitgebaut. In der Ecke bei der Luitpoldkaserne und der Pulverschanze gab es Tischtennisplatten und ein Basketballfeld. Für eine Brotzeit sorgte der Holzkiosk, der an eine Almhütte erinnert. Das Besondere am Bürgerpark war die Reihenfolge der Planung, denn auf der Hinteren Insel wurden erst die Grünflächen festgelegt und dann die Flächen für eine mögliche Bebauung. 2025 erhielt der Park dafür eine Auszeichnung beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis. Mehr über diesen Teil steht auf der Seite zum Bürgerpark.

Der Pulverturm, der seeseitige Teil der Lindauer Stadtbefestigung
Pulverturm, 2013 · Foto: JoachimKohler-HB, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Uferstufen am Bürgerpark

Direkt vor dem Bürgerpark liegen die Uferstufen. Auf 120 Metern führen breite Betonstufen hinunter ans Wasser, und zwar so angelegt, dass man den See unabhängig vom Wasserstand erreicht. Früher mussten Badende hier über ein schmales Betonband klettern. Eine Kiesfläche vor den Stufen wertet das Ufer außerdem ökologisch auf. Die Einzelheiten beschreibt die Seite zu den Uferstufen.

Luitpoldpark und Karlsbastion in der Mitte

Südlich schließt der Luitpoldpark an, der ruhigste Teil des Geländes. Wo früher eine dünne Rasendecke über einer Tiefgarage lag, wachsen seit der Umgestaltung blühende Sträucher, Gräser und Stauden, die Insekten und Vögeln Lebensraum bieten. Im Frühjahr 2020 kamen 800 Rosen dazu. Die Bepflanzung war zugleich als Vorbild für die ganze Stadt gedacht, in der möglichst viele monotone Rasenflächen nach dem Grünflächenkonzept blühenden Beeten weichen sollten. Gestalterischer Mittelpunkt ist der hölzerne „Ring for Peace“, eine Skulptur für den Frieden zwischen den Religionen. Während der Schau stand hier außerdem das „Schiff der Kirchen“, ein Gemeinschaftsprojekt der evangelischen und katholischen Gemeinden, in dem Gottesdienste und Lesungen stattfanden.

Die Karlsbastion bildet den Knoten zwischen Luitpoldpark und Schützinger Weg. Hier stehen die denkmalgeschützten Bahngebäude neben Neubauten, und die Mauern der Bastion stammen zum Teil aus dem 16. Jahrhundert. Auf der Schanze stehen eine mehr als hundert Jahre alte Ulme und der Sockel des Maximiliansdenkmals. Eine Rampe führt hinauf, eine Stahltreppe hinunter zum See. Von oben öffnet sich der Blick auf See und Berge.

Schützinger Weg und Sina-Kinkelin-Platz im Süden

Die Schützinger Promenade beginnt an der Leuchtturmmole und führt am Wasser entlang bis zum Luitpoldpark. Die seltenen Kolchischen Ahornbäume und die mächtigen Kastanien blieben erhalten und bilden heute mit neu gepflanzten Bäumen eine Allee. Während der Schau standen hier auch Gewächshäuser. Der Weg ist heute Teil eines fünf Meter breiten Inselrundwegs, der bis zur Thierschbrücke reicht.

Der Sina-Kinkelin-Platz lag außerhalb des eintrittspflichtigen Geländes, gehörte aber zum Konzept. Dort steht der große Holzelefant neben dem kleinen Elefanten, den Generationen von Lindauer Kindern kennen, und beide sind von einem Kletterdickicht, Schaukeln und einem Sand-Matsch-Bereich umgeben. Unterhalb der Lindenterrasse gibt es ein Kleinspielfeld mit Kunststoffbelag und einen Basketballkorb. Rund um den Milchpilz wurde Natursteinpflaster verlegt, und statt Parkplätzen gibt es dort heute mehr Abstellplätze für Fahrräder.

AI Vogelperspektive auf eine Gartenfläche am Wasser mit Wegen, Beeten und Sitzstufen (mit AI erstelltes Bild)
Mit AI erstelltes Bild · Hinweis zu AI-Bildern

Essen und Trinken auf dem Gelände

Die Gastronomie war über das ganze Gelände verteilt. Das Restaurant am See, betrieben von Polster Catering, war die größte Station, daneben gab es einen Food Truck im Aktivpark, einen Imbiss an der Radio 7-Terrasse, den Kiosk auf der Hinteren Insel, den Schützinger und die Seevinothek. Wer den Tag ohne längere Pause verbringen wollte, fand so in jedem Teil des Geländes etwas.

Barrierefreiheit und Regeln

Das Gelände war nahezu barrierefrei. Ausnahmen bildeten die Uferstufen und die Treppen hinunter zum See. Blinde und sehbehinderte Gäste konnten sich mit der SmartInfo-App des Berufsförderungswerks über das Gelände leiten lassen. Hunde durften nicht mit, ausgenommen waren Assistenzhunde.

Das Gelände heute besuchen

Seit dem Ende der Schau sind alle dauerhaften Bereiche frei zugänglich. Themengärten, Blumenschau und Bühne wurden abgebaut, Bürgerpark, Uferstufen, Luitpoldpark, Karlsbastion und Schützinger Promenade blieben. Auf der Hinteren Insel ist der Lageplan von 2021 damit zur Hälfte Geschichte und zur Hälfte ein ganz normaler Stadtspaziergang. Wer mit dem Auto kommt, parkt am einfachsten im Parkhaus P4 an der Inselhalle oder auf dem Parkplatz P1 Blauwiese, alle Details dazu stehen auf der Seite zum Parken in Lindau. Einen Überblick über die gesamte Schau und ihre Bilanz bietet die Seite zur Gartenschau Lindau 2021.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wo lag das Gelände der Gartenschau Lindau?

Das Gelände Gartenschau Lindau lag auf der Hinteren Insel, dem westlichen Teil der Lindauer Altstadtinsel. Es reichte von der Schützinger Promenade an der Leuchtturmmole über Karlsbastion und Luitpoldpark bis zum neuen Bürgerpark mit den Uferstufen. Insgesamt umfasste die eintrittspflichtige Fläche rund 5,3 Hektar. Der Sina-Kinkelin-Platz lag außerhalb, gehörte aber zum Konzept.

Welche Eingänge hatte die Gartenschau?

Es gab zwei Eingänge. Der Eingang Nord lag am Uferweg 2, der Eingang Süd in der Nähe der Eilguthalle. An beiden lagen der gedruckte Geländeplan, das aktuelle Wochenprogramm und weiteres Informationsmaterial aus. Am Eingang Nord befanden sich außerdem die Haltestelle des Stadtbusses, Behindertenparkplätze, Fahrradboxen und der Verleih von Rollstühlen und E-Mobilen.

Gab es einen Lageplan der Gartenschau Lindau zum Herunterladen?

Während der Schau stand der Übersichtsplan als Datei zum Herunterladen bereit und lag gedruckt an beiden Eingängen aus. Heute beschreibt diese Seite den Lageplan in Worten, von den Eingängen über Ausstellungsbereich und Bürgerpark bis zur Karlsbastion. Die dauerhaften Anlagen lassen sich damit auch ohne Karte finden, weil sie fast alle direkt am Ufer liegen.

War das Gelände barrierefrei?

Weitgehend ja. Ausnahmen waren die Uferstufen und die Treppen hinunter zum See. Auf die Karlsbastion führte eine neue Rampe, die den Blick auf See und Berge auch für weniger mobile Menschen öffnete. Blinde und sehbehinderte Gäste konnten sich mit der SmartInfo-App des Berufsförderungswerks orientieren, Rollstühle und E-Mobile waren am Eingang Nord zu leihen.

Durften Hunde mit auf das Gelände?

Nein. Hunde waren auf dem Gelände der Gartenschau nicht erlaubt, ausgenommen waren Assistenzhunde. Heute gilt diese Regel nicht mehr, denn Bürgerpark, Luitpoldpark, Karlsbastion und Schützinger Promenade sind seit dem Ende der Schau frei zugängliche städtische Anlagen. Wer mit Hund unterwegs ist, sollte vor Ort auf die Beschilderung der Stadt achten.

Wo parkt man heute für einen Besuch der Hinteren Insel?

Auf der Insel selbst liegt das Parkhaus P4 an der Inselhalle. Als Alternative auf dem Festland bietet sich der Parkplatz P1 Blauwiese in Reutin an. Mit dem Stadtbus fährt Linie 2 bis zur Haltestelle Westliche Insel. Details stehen auf der Parkseite.