Lindau 2021 Gartenschau · Insel · See
Stadtentwicklung

Stadtentwicklung Hintere Insel Lindau: Bürgerpark und Bürgerentscheid

Bahngleise, Parkplätze und eine Kaserne prägten die Hintere Insel Lindau über Jahrzehnte. Die Gartenschau 2021 sollte der erste Schritt zu Park und Wohnquartier sein. Der Park kam, die Wohnungen auf dem südlichen Parkplatz lehnten die Lindauer 2022 im Bürgerentscheid ab. Diese Seite ordnet ein, was gebaut wurde, was abgestimmt wurde und wie der Stand heute ist.

Gleisanlagen am Bahnhof Lindau-Insel mit dem Bodensee im Hintergrund
Gleise am Bahnhof Lindau-Insel, 2022 · Foto: Simon Legner (simon04), Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Die Hintere Insel Lindau vor der Gartenschau

Wer die Hintere Insel Lindau vor 2019 kannte, erinnert sich an Asphalt. Der westliche Teil der Insel, jenseits der Altstadt, war über Jahrzehnte von Gleisanlagen, Parkplätzen und der Luitpoldkaserne geprägt. Früher wuchs hier Gemüse und blühte das Bodensee-Vergissmeinnicht, dann beanspruchten Bahn und Industrie den Platz, später patrouillierten Soldaten. Die Lindauer nutzten das Ufer trotzdem, als „Wohnzimmer“ mit einem schmalen Betonband am Wasser, über das man zum Baden kraxeln musste.

Den Wendepunkt brachte die Bahn. Mit der sogenannten Zwei-Bahnhofs-Lösung wanderte der Fernverkehr im Dezember 2020 in den neuen Bahnhof Lindau-Reutin auf dem Festland, der Inselbahnhof blieb als Kopfbahnhof für Regionalzüge erhalten. Damit wurden auf der Hinteren Insel Bahn- und Parkflächen frei, die zuvor den Weg zum See versperrt hatten. Für diese Flächen suchte die Stadt eine neue Nutzung, und sie wählte dafür eine Gartenschau als Startpunkt.

Stadtentwicklung mit der Gartenschau als Motor

Im November 2016 entschied die Jury einen Wettbewerb, an dem 24 Teams teilnahmen und 19 Arbeiten einreichten. Gewonnen haben Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus Berlin mit Wessendorf Architektur Städtebau. Ihr Konzept eines „Rings aus Inselgärten“ verknüpfte bestehende Parks und Uferwege mit neuen Grünflächen auf dem früheren Bahn- und Parkplatzgelände. Die Wettbewerbsunterlagen nannten etwa 6,7 Hektar für die Gartenschau und rund 8,2 Hektar für die Stadtentwicklung.

Die Reihenfolge war bewusst umgedreht. Klassische Stadtentwicklung beginnt mit Straßen und Gebäuden, hier sollten zuerst die Grünflächen entstehen und danach die Bebauung. Die Gartenschau lieferte dafür Geld und Termindruck: Gartenschau- und Städtebauförderung trugen zusammen 4,8 Millionen Euro bei, der erste Spatenstich fiel am 17. Oktober 2019, und zur Eröffnung am 20. Mai 2021 musste alles fertig sein. Eine Verschiebung wegen Corona kam für Lindau nicht infrage, weil sonst Fördergelder gefährdet gewesen wären. Lindau war zudem die letzte Schau der kleinen bayerischen Reihe „Natur in …“; seit 2022 gibt es in Bayern jährlich nur noch eine Landesgartenschau. Die Gartenschau erklärte selbst, sie solle die Teilung in Vordere und Hintere Insel aufheben und Alt mit Neu verbinden. Ob das gelungen ist, lässt sich heute an einem Punkt ablesen: Der Weg vom Hafen über die Schützinger Promenade bis zum Bürgerpark führt heute am Wasser entlang durchs Grün, die Fläche östlich des Parks ist dagegen weiterhin ein Parkplatz.

Das Gelände der Gartenschau selbst war 5,3 Hektar groß und in sechs Abschnitte gegliedert: Karlsbastion, Schützinger Weg, Luitpoldpark, Uferstufen, Bürgerpark und Sina-Kinkelin-Platz. Wie die einzelnen Bereiche angelegt wurden, zeigt die Übersicht zum Konzept der Gartenschau.

Die Bauzeit 2019 bis 2021

Gebaut wurde in Etappen. Die Arbeiten an der Karlsbastion begannen Ende Oktober 2019, im Luitpoldpark im November 2019, am Sina-Kinkelin-Platz im März 2020 und am Schützinger Weg im April 2020. Für die Uferstufen nannte der Zeitplan Mai 2020, für den Bürgerpark das Frühjahr 2021, also die letzten Wochen vor der Eröffnung. Rund 1.300 Kubikmeter Asphalt und Beton aus diesem Abbruch ließ die Gartenschau vor Ort brechen und als Tragschicht im Wegebau wiederverwenden, statt sie abzufahren.

Für die Lindauer bedeutete das zwei Sommer ohne ihr Ufer. Die Stadt musste im Frühjahr 2020 eigens vor dem Betreten der Baustelle warnen, weil Gruppen trotz Verbot auf frisch angesäten Flächen picknickten und Bauzäune aufgebrochen wurden; ein Sicherheitsdienst bewachte das Gelände. Den Spielplatz am Sina-Kinkelin-Platz und Teile des Schützinger Wegs konnte die Gartenschau früher als angekündigt freigeben.

Baustelle des Bahnhofs Lindau-Reutin im April 2020
Bahnhof Lindau-Reutin im Bau, April 2020 · Foto: MAPissimo, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Bürgerpark und Uferstufen: was 2021 dauerhaft blieb

Der Bürgerpark ist das Stück, das die Gartenschau am deutlichsten überdauert. Auf mehr als 9.000 Quadratmetern, früher mit Autos belegt, liegen heute Rasenflächen, Baumgruppen und das große Spielgerüst „Gratwanderung“, dessen Form an Schweizer Berggipfel erinnert. Der Kiosk ist einer Almhütte nachempfunden. Im Norden verläuft ein Sportband mit Calisthenics-Geräten, dem Skatepark des Vereins Lindau Move und einem Boulderblock, im Eck bei Luitpoldkaserne und Pulverschanze stehen Tischtennisplatten und ein Basketballfeld. Mehr zu Anlage und Geschichte steht auf der Seite über den Bürgerpark Lindau.

Rechtlich ist der Park für 30 Jahre gesichert und darf in dieser Zeit nicht bebaut werden. Diese Sicherung geht auf die Gartenschau zurück, und sie erklärt, warum der Bürgerpark in allen späteren Debatten als feste Größe galt: Gestritten wurde nie über den Park, sondern über die Flächen daneben.

Direkt davor liegen die Uferstufen, 120 Meter lange Betonstufen mit Kiesfläche davor. Sie sind so angelegt, dass man unabhängig vom Wasserstand den See erreicht. Die Abschlussbilanz der Gartenschau hob hervor, dass gerade diese Einrichtungen, also Uferstufen, Spielplätze und Kiosk, bei den Einheimischen schon im ersten Sommer gut angenommen wurden.

Fachlich fand die Anlage Anerkennung. Beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2025 erhielt der Bürgerpark eine Auszeichnung in der Kategorie „Bauen im Bestand / Historische Anlagen“. Beim Bundespreis Stadtgrün 2024 war die Stadt mit dem Beitrag „Ring aus Inselgärten, Parkband Hintere Insel“ vertreten und meldete ihn als Erfolg.

Karlsbastion, Luitpoldpark, Schützinger Promenade

Neben Bürgerpark und Uferstufen hat die Gartenschau die angrenzenden Flächen verändert, und diese Änderungen sind weniger umstritten. Die Schützinger Promenade, früher ein dunkler Trampelpfad, führt heute von der Leuchtturmmole am Wasser entlang bis zum Luitpoldpark. Die seltenen Kolchischen Ahorne und die großen Kastanien blieben stehen und bilden mit neu gepflanzten Bäumen eine Allee.

An der Karlsbastion stehen die denkmalgeschützten Bahngebäude neben Neubauten. Auf der Schanze wächst eine mehr als 100 Jahre alte Ulme, daneben steht der Sockel des Maximiliansdenkmals, dessen Königsstatue im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Das Gebüsch wurde entfernt, damit die teils aus dem 16. Jahrhundert stammenden Mauern wieder sichtbar sind, und eine Rampe macht die Bastion auch für weniger mobile Menschen erreichbar.

Im Luitpoldpark ersetzten blühende Sträucher, Gräser und Stauden die dünne Rasendecke über der Tiefgarage. Die Pflanzung gilt im Grünflächenkonzept der Stadt als Vorbild dafür, monotone Rasenflächen auch anderswo in Lindau umzuwandeln. Gestalterischer Fixpunkt ist der hölzerne „Ring for Peace“, das 7,5 Meter hohe Friedenssymbol der Weltversammlung von Religions for Peace, die 2019 in Lindau tagte. Außerhalb des eigentlichen Geländes bekam der Sina-Kinkelin-Platz einen neuen Spielplatz, auf dem der beliebte kleine Elefant eine große Elefantenmutter zum Klettern und Rutschen an die Seite gestellt bekam.

Denkmalgeschütztes Wohnhaus auf der Hinteren Insel in Lindau
Hintere Insel 5/7 · Foto: Global Fish, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Der Rahmenplan: sechs Baufelder für ein neues Quartier

Parallel zur Gartenschau entstand ein Rahmenplan für die Bebauung. Er sah sechs Baufelder vor, die nacheinander entwickelt werden sollten; zunächst hätten nur vier Blöcke gebaut werden können. Die Idee: Auf den temporären Ausstellungsflächen und den verbleibenden Parkplätzen sollte ein Wohnquartier mit familiengerechten, bezahlbaren Wohnungen entstehen, das die Altstadt ergänzt und die Insel wieder stärker bewohnt macht. Der Bürgerpark war in dieser Logik das „grüne Herz“ des späteren Wohnviertels, geplant mit Häusern, Höfen und kurzen Wegen zum Ufer.

In der öffentlichen Diskussion kursierte die Zahl von rund 850 Wohneinheiten für etwa 1.700 Bewohner. Die Stadt stellte in einer Pressemitteilung klar, dass es sich um eine rein rechnerische Größe handle, mit der unter anderem der maximale Stellplatzbedarf und die Zahl der Fahrradabstellplätze ermittelt wurden. Ein festes Bauprogramm sei das nicht.

Der Bürgerentscheid 2022 zur Hinteren Insel

Am 25. September 2022 kam es zum Bürgerentscheid „Entwicklung Hintere Insel“. Gefragt war, ob die vier südlichen Baufelder nach dem Rahmenplan auf dem Parkplatz östlich des Bürgerparks bebaut und die nötigen Planungsschritte eingeleitet werden sollen. Das Ergebnis war deutlich: 1.902 Stimmen oder 25,5 Prozent für Ja, 5.548 Stimmen oder 74,5 Prozent für Nein. Das Quorum von 3.983 Stimmen wurde erreicht, der Bürgerentscheid war damit bindend. Insgesamt gaben 7.450 Lindauer eine Ja- oder Nein-Stimme ab. Die Nein-Stimmen allein lagen über dem Quorum, die Ja-Stimmen erreichten nicht einmal die Hälfte davon.

Hinter dem Nein stand vor allem die Bürgerinitiative Hintere Insel (BIHI), die statt Wohnblöcken eine weitläufige Parkfläche mit Raum für Sport, Kultur und Begegnung fordert. Die Wohnbaupläne lagen danach auf Eis.

Ein Detail geht in der Debatte oft unter. In Bayern bindet ein Bürgerentscheid den Stadtrat nur ein Jahr. Seit dem Herbst 2023 wäre rechtlich eine neue Planung möglich. Die Verwaltung erklärte im November 2023, das Bauamt arbeite derzeit nicht an dieser Fläche, sondern an anderen Projekten wie dem Inselbräupark, dem Steigareal und der Alten Stadtgärtnerei. Jeder weitere Schritt auf der Hinteren Insel müsse mit den Bürgern abgestimmt werden, einen Zeitplan gab es nicht.

AI Neuer Park mit jungen Bäumen und Wegen neben einem Parkplatz (mit AI erstelltes Bild)
Mit AI erstelltes Bild · Hinweis zu AI-Bildern

Stadtentwicklung seit 2023: Parkplatz, Wettbewerb, Wahlkampf

Ganz still stand die Planung nicht. Für die Erschließungs- und Freiraumplanung der Wohnquartiere auf der Hinteren Insel lobte die Stadt einen Wettbewerb aus, dessen Jury im April 2024 entschied. Den ersten Preis erhielt Koeber Landschaftsarchitektur aus Stuttgart mit RSI Rapp + Schmid aus Ummendorf, den zweiten UNIOLA aus Zürich. Ziel war ein einheitlicher Standard für Straßen, Plätze und Grünflächen in den neuen Quartieren auf Basis des bestehenden Rahmenplans.

Auf dem umstrittenen Gelände selbst hat sich wenig verändert. Anfang 2025 parkten dort weiterhin viele Autos, die Fläche dient als Quartiersparkplatz für Anwohner und Beschäftigte. Eine Verlagerung in ein erweitertes Parkhaus am Karl-Bever-Platz kam vor allem aus finanziellen Gründen nicht voran, für eine Tiefgarage fehlten Geld, Geldgeber und politischer Wille. Die BIHI verlangt, die Fläche im Flächennutzungsplan als öffentliche Grünfläche festzuschreiben, und schlug Baumpflanzungen für einen Park nach dem Vorbild eines Englischen Gartens vor. Die Stadtverwaltung lehnte das ab und verwies auf das Urheberrecht am Parkentwurf und den provisorischen Charakter des Parkplatzes.

Im Kommunalwahlkampf 2026 kehrte das Thema zurück. Die amtierende Oberbürgermeisterin und ein weiterer Kandidat sprachen sich gegen eine Bebauung aus, die Kandidatin der CSU kündigte an, das Thema in anderem Umfang als 2020 wieder aufzugreifen. Die Bürgerinitiative hat sich neu aufgestellt und signalisiert, dass sie bei neuen Bauplänen erneut mobil machen würde. Wie es mit den vier Baufeldern weitergeht, ist damit offen; ein beschlossener Bebauungsplan für diese Fläche ist nicht bekannt.

Die Hintere Insel heute zu Fuß erkunden

Am besten lässt sich die Hintere Insel Lindau auf dem Uferweg verstehen, der nach dem Rückbau am 30. Oktober 2021 wieder freigegeben wurde. Er beginnt an der Eilguthalle, führt über die Schützinger Promenade, die Karlsbastion und den Luitpoldpark bis zum Kiosk im Bürgerpark und zur Thierschbrücke. Auf diesem Weg sieht man die Stücke, die die Gartenschau hinterlassen hat, und am Ende den Parkplatz, über den seit 2022 gestritten wird. Welche Gärten und Beiträge 2021 auf der inzwischen zurückgebauten Ausstellungsfläche standen, dokumentiert der Katalog der Themengärten und Aussteller.

Wer mit dem Zug kommt, steigt am Bahnhof Lindau-Insel aus; die Anreise mit Bahn, Auto und Schiff beschreibt die Seite zur Anreise nach Lindau. Mit dem Auto liegt das Parkhaus Inselhalle (P4) direkt auf der Insel, mit 398 Stellplätzen und Stundentarif (Stand 09/2026). Günstiger für einen ganzen Tag sind die Plätze auf dem Festland wie P1 Blauwiese; eine Übersicht mit Preisen bietet die Seite Parken in Lindau.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wo liegt die Hintere Insel Lindau?

Die Hintere Insel ist der westliche Teil der Lindauer Insel, jenseits der historischen Altstadt. Über lange Zeit trennten Gleisanlagen und große Parkflächen sie vom Ufer und vom Rest der Insel. Heute liegen dort der Bürgerpark, die Uferstufen, der Luitpoldpark und die Karlsbastion, zu erreichen zu Fuß in wenigen Minuten vom Bahnhof Lindau-Insel.

Was hat die Gartenschau 2021 auf der Hinteren Insel Lindau verändert?

Auf dem früheren Parkplatz entstand der Bürgerpark mit Spielgerüst, Kiosk und Sportband, am Ufer die 120 Meter langen Uferstufen mit direktem Seezugang. Karlsbastion, Schützinger Weg, Luitpoldpark und Sina-Kinkelin-Platz wurden neu gestaltet. Die staatliche Förderung aus Gartenschau- und Städtebaumitteln betrug zusammen 4,8 Millionen Euro.

Wie groß ist der Bürgerpark?

Der Bürgerpark umfasst mehr als 9.000 Quadratmeter Freifläche, die vor der Gartenschau mit Autos belegt war. Er ist laut Planung für 30 Jahre rechtlich gesichert und darf in dieser Zeit nicht bebaut werden. Das Gartenschaugelände insgesamt war 5,3 Hektar groß, der Bürgerpark bildet davon das dauerhafte grüne Zentrum.

Worüber wurde im Bürgerentscheid 2022 abgestimmt?

Am 25. September 2022 stimmten die Lindauer darüber ab, ob die vier südlichen Baufelder nach dem Rahmenplan Hintere Insel bebaut werden sollen. Diese Baufelder liegen auf dem Parkplatz östlich des Bürgerparks. Mit Ja stimmten 1.902 Personen, mit Nein 5.548. Das Quorum von 3.983 Stimmen war erreicht, die Ablehnung damit bindend.

Ist der Bürgerentscheid heute noch bindend?

Nein. Ein Bürgerentscheid bindet den Stadtrat in Bayern nur für ein Jahr. Seit Herbst 2023 wäre eine neue Planung rechtlich wieder möglich. Die Stadtverwaltung erklärte damals allerdings, dass sie an anderen Flächen arbeite, und betonte, dass jeder weitere Schritt auf der Hinteren Insel nur mit Beteiligung der Bürger gegangen werden solle.

Wie viele Wohnungen sah der Rahmenplan vor?

Für das gesamte Gebiet wurde eine Größenordnung von rund 850 Wohneinheiten für etwa 1.700 Bewohner genannt, verteilt auf sechs Baufelder, die nacheinander bebaut werden sollten. Die Stadt stellte klar, dass diese Zahl vor allem eine Rechengröße für den Stellplatz- und Fahrradbedarf war und kein festgeschriebenes Bauprogramm.

Wie sieht die Hintere Insel Lindau heute aus?

Bürgerpark, Uferstufen, Luitpoldpark und Karlsbastion sind öffentlich zugänglich. Die Fläche östlich des Bürgerparks dient weiterhin als Quartiersparkplatz für Anwohner und Beschäftigte. Eine Verlagerung der Autos in ein Parkhaus am Karl-Bever-Platz kam Anfang 2025 vor allem aus finanziellen Gründen nicht voran, für eine Tiefgarage fehlten Geld und politische Mehrheiten. Eine Bürgerinitiative fordert dort einen autofreien Park.

Welche Auszeichnungen hat der Bürgerpark Lindau erhalten?

Beim Deutschen Landschaftsarchitektur-Preis 2025 erhielt der Bürgerpark eine Auszeichnung in der Kategorie „Bauen im Bestand / Historische Anlagen“, geplant vom Berliner Büro Atelier Loidl. Zuvor war der Beitrag „Ring aus Inselgärten, Parkband Hintere Insel“ beim Bundespreis Stadtgrün 2024 vertreten, den die Stadt Lindau als Erfolg meldete.

Wer hat die Freianlagen auf der Hinteren Insel geplant?

Den Wettbewerb für Gartenschau und Stadtentwicklung gewann im November 2016 Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus Berlin zusammen mit Wessendorf Architektur Städtebau. Für die spätere Erschließungs- und Freiraumplanung der Wohnquartiere entschied eine Jury im April 2024 einen weiteren Wettbewerb zugunsten von Koeber Landschaftsarchitektur aus Stuttgart mit RSI Rapp + Schmid.

Wie kommt man zur Hinteren Insel Lindau?

Regionalzüge enden am Bahnhof Lindau-Insel, von dort ist die Hintere Insel in wenigen Gehminuten erreichbar. Fernzüge halten seit Dezember 2020 in Lindau-Reutin auf dem Festland. Mit dem Auto bietet sich das Parkhaus Inselhalle (P4) auf der Insel oder einer der Parkplätze auf dem Festland mit Busanschluss an.