Lindau Sehenswürdigkeiten auf der Insel: Hafen, Altstadt und Bodensee
Die meisten Lindau Sehenswürdigkeiten liegen auf der Insel. Sie ist klein genug, um sie an einem Tag zu Fuß zu erkunden, und dicht genug bebaut, dass man dabei ständig stehen bleibt. Vom Hafen mit Löwe und Leuchtturm führt der Weg durch eine Altstadt mit gotischem Rathaus, mittelalterlichen Türmen und Kirchen bis zu den neuen Parks auf der Hinteren Insel.

Lindau Sehenswürdigkeiten auf einen Blick
Die meisten Lindau Sehenswürdigkeiten auf der Insel liegen so nah beieinander, dass ein Stadtplan fast überflüssig ist. Die Altstadt nimmt den östlichen Teil der Insel ein, der Hafen ihre Südseite zum Bodensee hin, und westlich der alten Stadtmauer beginnt die Hintere Insel mit ihren Parks. Wer am Inselbahnhof oder am Schiffsanleger ankommt, steht bereits mitten im Geschehen. Von dort sind es wenige Schritte zur Hafeneinfahrt.
Ein sinnvoller Rundgang beginnt am Wasser und arbeitet sich dann ins Innere vor. Zuerst Hafen, Löwe, Leuchtturm und Mangturm, dann über den Reichsplatz zum Alten Rathaus und in die Maximilianstraße, schließlich zum Schrannenplatz mit Peterskirche und Diebsturm. Zum Schluss führt die Schützinger Promenade hinaus zu Uferstufen und Bürgerpark. Für all das reicht ein halber Tag, wenn man nicht jeden Turm besteigt.
Lindau war seit dem späten 14. Jahrhundert Reichsstadt, und das sieht man noch an vielen Fassaden. Gleichzeitig ist die Insel keine Museumslandschaft: In der Maximilianstraße wird eingekauft, im Alten Rathaus tagt bis heute der Stadtrat, und auf der Hinteren Insel baden im Sommer die Einheimischen. Praktisches zur Anreise steht auf der Seite Besuch und Anreise, die Parkmöglichkeiten erklärt der Parkführer.
Die Hafeneinfahrt am Bodensee: Löwe und Leuchtturm
Die Stadt Lindau nennt ihre Hafeneinfahrt die bekannteste Sehenswürdigkeit der Stadt und des ganzen Bodensees, und daran gibt es wenig zu deuteln. Zwei Molen umschließen den Hafen. Auf der einen sitzt der Bayerische Löwe, sechs Meter hoch und aus Sandstein, auf der anderen steht der Neue Leuchtturm. Beide entstanden im 19. Jahrhundert mit dem Ausbau des Hafens, laut Wikipedia um 1856.
Der Leuchtturm ist 33 Meter hoch und nach verbreiteter Angabe der südlichste Leuchtturm Deutschlands und der einzige in Bayern. Anders als viele seiner Artgenossen kann man ihn besteigen. 139 Stufen führen hinauf, oben gibt es einen Rundblick über die Inselstadt, den See und die Alpen. Geöffnet ist er laut Tourismusseite montags bis freitags von 10 bis 18 Uhr, samstags bis 19 Uhr und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Erwachsene zahlen 5 Euro, Kinder von 6 bis 15 Jahren und Menschen mit einem Grad der Behinderung ab 50 zahlen 3 Euro (Stand 09/2026).
Der Aufstieg lohnt sich vor allem an klaren Tagen. Dann reicht der Blick über den Pfänder bei Bregenz bis zu den Schweizer Bergen. An dunstigen Sommertagen sieht man dagegen oft kaum das andere Ufer, und die 5 Euro sind dann schlecht angelegt.
Die Hafenpromenade selbst ist der belebteste Ort der Insel. Hier legen die Schiffe der Bodensee-Schiffsbetriebe und der Vorarlberg Lines an. Wer das berühmte Foto mit Löwe und Leuchtturm im selben Bild will, sucht es am besten von der Promenade aus, bevor die Tagesgäste der ersten Schiffe ankommen.

Mangturm und Seepromenade
Wenige Schritte vom Hafen entfernt steht der Mangturm direkt an der Seepromenade. Er ist deutlich älter als Löwe und Leuchtturm. Der quadratische Steinbau stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist 20 Meter hoch. Er gehörte zur mittelalterlichen Befestigung und diente als Wachturm, später als Beobachtungsposten über dem Hafen.
Anders als der Leuchtturm ist der Mangturm nicht regelmäßig geöffnet. 91 Stufen führen bis unters Dach, aufgeschlossen wird er aber nur zu besonderen Gelegenheiten. Die Stadt nennt Märchenstunden für Erwachsene im Sommer, schöne Tage und die Hafenweihnacht. Auch der Pulverturm, ein weiteres Stück der alten Befestigung, dient gelegentlich als Ort für solche Lesungen.
Ebenfalls am Wasser liegt der Nobelpreisträger-Steg. Er erinnert an die Lindauer Nobelpreisträgertagungen, die jedes Jahr Preisträger und junge Wissenschaftler auf die Insel bringen. Der Steg ist frei zugänglich und meist ruhiger als die Hafenmole.
Das Alte Rathaus in der Altstadt
Vom Hafen aus erreicht man über den Reichsplatz das Alte Rathaus, den bekanntesten Profanbau der Lindauer Altstadt. Der gotische Bau wurde 1422 begonnen und nach 14 Jahren Bauzeit fertiggestellt. 1576 erhielt er den Treppengiebel im Stil der Renaissance, der ihn bis heute prägt. Der Bau hängt eng mit dem Aufstieg Lindaus zur Reichsstadt zusammen, den die Stadt 1396 erreicht hatte. Die Glocken an seiner Spitze tragen die Jahreszahl 1617.
Seine große Stunde schlug 1496. König Maximilian I. hielt damals einen Reichstag im holzgetäfelten Ratssaal ab, für eine kleine Reichsstadt am Bodensee ein außergewöhnliches Ereignis. Auf der Seite zur heutigen Fußgängerzone hin schmückt eine große überdachte Freitreppe mit Erker das Gebäude.
Am auffälligsten ist die bemalte Fassade. Sie zeigt Szenen aus der Lindauer Geschichte und wurde mehrfach erneuert. Die Stadt Lindau nennt eine Neugestaltung um 1930 durch den Maler Wilhelm Nida-Rümelin, der unter anderem Bauern, Fischer, Seetiere, Linden und einen umstrittenen Totentanz darstellte. Laut Wikipedia wurden die Malereien zuletzt von 1972 bis 1975 nach dem Vorbild des 19. Jahrhunderts erneuert.
Innen ist nur ein Teil zugänglich. Der Ratssaal bleibt geschlossen, denn Stadtrat und Ausschüsse tagen hier bis heute. Öffentlich ist dagegen die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek mit Eingang über den Reichsplatz. Sie ist 2026 vom 15. April bis 11. Oktober mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Kinder unter 12 Jahren frei (Stand 09/2026).

Die Maximilianstraße als Hauptachse der Altstadt
Die Maximilianstraße durchzieht die Altstadt in Ost-West-Richtung. Seit 1973 ist sie Fußgängerzone, und entsprechend voll wird es an Samstagen im Sommer. Ihren Namen bekam sie um 1815 nach dem bayerischen König Maximilian I. Joseph. Zwischenzeitlich hieß sie wieder Hauptstraße, bevor sie in den 1980er-Jahren zu ihrem heutigen Namen zurückkehrte.
Zu den markanten Bauten an der Straße gehören neben dem Alten Rathaus das Neue Rathaus, das von 1706 bis 1717 entstand, und die Hirsch-Apotheke. Das Gasthaus Zum Sünfzen wird schon 1358 erwähnt und ist damit älter als das Alte Rathaus selbst. Die Häuser erzählen die Geschichte der Handelsstadt. Viele stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, mit gemauertem Erdgeschoss und Fachwerk in den oberen Stockwerken. An einigen Stellen haben sich Brotlauben erhalten, überdachte Arkaden, unter denen früher Waren verkauft wurden. Die älteste an den Hausnummern 24 bis 28 hat zwei gotische Spitzbögen und wird auf 1386 datiert.
Wer den Blick von den Schaufenstern hebt, sieht Erker, Giebel und Jahreszahlen an den Fassaden. Folgt man ihr nach Osten, gelangt man zum Marktplatz mit dem Münster und dem Cavazzen. Nach Westen führt sie Richtung Schrannenplatz, sie ist damit die natürliche Verbindung zwischen den beiden Enden der Altstadt.

Schrannenplatz: Peterskirche und Diebsturm auf der Insel
Am westlichen Rand der Altstadt, wo früher die Stadtmauer die Insel abschloss, steht eines der schönsten Ensembles Lindaus. Die Peterskirche ist laut Stadt mehr als 1.000 Jahre alt, ihr romanischer Kern geht auf das 11. Jahrhundert zurück. Im Inneren befindet sich die Lindauer Passion, ein spätgotischer Freskenzyklus aus der Zeit um 1485 bis 1490. Er wird oft Hans Holbein dem Älteren zugeschrieben, gesichert ist diese Urheberschaft allerdings nicht. Seit 1928 dient die Kirche als Kriegergedächtnisstätte. Laut Stadt ist sie täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet, die Zeiten können abweichen.
Gleich daneben steht der Diebsturm von 1380. Er ist 35 Meter hoch, trägt bunt glasierte Ziegel und kleine Ecktürmchen und markierte das westliche Ende der Stadtbefestigung. Später diente er als Gefängnis, daher der Name. Zeughaus und ehemalige Glockengießerei vervollständigen den Platz. Wer hier steht, ist nur noch wenige Minuten von der Hinteren Insel entfernt, die hinter dem alten Stadtgraben beginnt.
Kirchen und Museen am Marktplatz
Im östlichen Teil der Insel liegt der Marktplatz, und hier ist die Barockzeit am stärksten zu spüren. Ein Stadtbrand zerstörte 1728 große Teile des Platzes. Danach entstanden die Bauten, die ihn heute prägen.
Das Münster am Marktplatz geht auf ein Damenstift zurück, dessen Kirche schon im Jahr 810 bestand. Der heutige Bau entstand nach dem Brand zwischen 1748 und 1752 nach Plänen des Baumeisters Johann Caspar Bagnato. Innen dominieren weiße Stuckaturen, farbige Fresken und Schnitzereien im Stil des Rokoko. Seit 2002 trägt die katholische Stadtpfarrkirche den Titel Münster. Direkt daneben steht die evangelische Kirche St. Stephan, deren Innenraum die Stadt als sehenswert hervorhebt.
Am selben Platz steht der Cavazzen, ein barockes Bürgerhaus von 1729/30, errichtet vom Schweizer Baumeister Jakob Grubenmann für eine Kaufmannsfamilie. Auffällig sind die üppige Fassadenmalerei und das geschwungene Walmdach, ein Meisterstück barocker Zimmermannskunst. 1929 kam das Haus als Schenkung an die Stadt, um darin ein Heimatmuseum einzurichten. Nach einer Sanierung ab 2018 hat es im Mai 2025 als Museum Lindau wieder eröffnet. Dazu kommt das Kunstmuseum Lindau mit wechselnden Ausstellungen.

Grün auf der Insel: Stadtgarten und Hintere Insel
Für eine dicht bebaute Altstadt hat Lindau erstaunlich viel Grün. Der Stadtgarten auf der Insel ist ein älterer Park mit exotischen Bäumen und farbigen Blumenrabatten.
Die größten neuen Grünflächen liegen auf der Hinteren Insel westlich der Altstadt. Dieser Teil wurde um 1970 durch Aufschüttung um rund vier Hektar vergrößert und war lange von Bahnanlagen und Parkplätzen geprägt. Zur Gartenschau Lindau 2021 wurde er umgebaut. Seitdem führt die Schützinger Promenade vom Leuchtturm am Wasser entlang zur Karlsbastion mit Blick auf See und Berge. Dahinter liegt der Luitpoldpark mit dem Ring for Peace, einer 7,5 Meter hohen Skulptur aus Lärchenholz des Künstlers Gisbert Baarmann von 2019. Das Holz hat seitdem sichtbar gelitten, die Schwäbische Zeitung berichtete im März 2025 über den Zustand und offene Gespräche über den Erhalt. Weiter westlich folgen die Uferstufen, 120 Meter Betonstufen mit flachem Kiesufer zum Baden, und der Bürgerpark mit Spielgeräten, Sportband und Skateanlage.
Zwei Details auf dieser Strecke übersehen viele. Auf der Karlsbastion wacht eine mehr als 100 Jahre alte Ulme, die Seltenheitswert hat, weil viele heimische Ulmen in den vergangenen Jahrzehnten einer Krankheit zum Opfer fielen. Daneben steht ein leerer Sockel. Er trug einst das Maximiliansdenkmal, das am Seehafen zwischen dem Hotel Bayerischer Hof und dem Bahnhof stand, bis die Statue des bayerischen Königs im Zweiten Weltkrieg eingeschmolzen wurde. Der Namensgeber der Maximilianstraße hat auf der Insel also noch einen zweiten, weniger bekannten Ort. Am Sina-Kinkelin-Platz schließlich steht ein Spielplatz mit einem rund fünf Meter hohen Elefanten aus Robinienholz, der im Herbst 2020 aufgestellt wurde und dem Platz ein neues Wahrzeichen für Kinder gab.
Die Stadt Lindau bündelt diese und weitere Anlagen im Gartenkulturpfad, einer Sammlung von Spaziergängen durch Grünanlagen auf Insel und Festland. Eintritt kostet keiner dieser Parks.

Lindau Sehenswürdigkeiten im Jahreslauf
Viele Lindau Sehenswürdigkeiten hängen an der Saison, und wer seinen Besuch plant, sollte das im Kopf haben. Die Hauptsaison am Bodensee reicht von April bis Oktober. In dieser Zeit fahren die Kursschiffe, die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek im Alten Rathaus ist 2026 vom 15. April bis 11. Oktober geöffnet, und auf der Hinteren Insel wird an den Uferstufen gebadet. Welche Bäder und freien Badestellen es sonst gibt, von der Therme Lindau bis zum Strandbad Eichwald, zeigt die Seite Baden in Lindau.
Der Sommer ist zugleich die vollste Zeit. An sonnigen Wochenenden drängen sich Tagesgäste in der Maximilianstraße und an der Hafenmole. Unter der Woche ist es spürbar ruhiger. Wer die Altstadt ohne Gedränge fotografieren möchte, kommt am Morgen, bevor die ersten Schiffe anlegen.
Für den Herbst ist die Lindauer Dahlienschau ein Grund zu kommen, die laut Stadt mehr als 800 Sorten zeigt. Im Winter wird es still auf der Insel. Dann ist die Hafenweihnacht der Anlass, zu dem sich auch der sonst verschlossene Mangturm öffnet. Die Peterskirche ist laut Stadt täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.
Unabhängig von der Jahreszeit bietet die Tourist-Information am Alfred-Nobel-Platz Stadtführungen an. Die Stadt beschreibt sie als Rundgänge, die Geschichte, Kultur und Traditionen Lindaus mit Humor und Hintergrundwissen verbinden. Für eine erste Orientierung ist das eine gute Wahl, weil viele Details der Fassaden ohne Erklärung leicht übersehen werden.
Am Ufer des Festlands: Lindenhofpark und Bayerische Riviera
Wer mehr Zeit hat, verlässt die Insel Richtung Westen. Am Villenufer des Festlands liegt der Lindenhofpark, ein 7,5 Hektar großer Landschaftspark mit sehr altem Baumbestand und historischen Wegen. Die Villa entstand 1840, den Park legte der Gartenkünstler Maximilian Friedrich Weyhe an. Seit 1956 gehört das Anwesen der Stadt, in der Villa sind heute die Friedensräume untergebracht. 2021 war der Park einer der Außenstandorte der Gartenschau.
Der Uferabschnitt, an dem er liegt, wird Bayerische Riviera genannt. Auf rund sechs Kilometern reihen sich dort etwa 30 Villen mit ihren Gärten. Die meisten sind privat, der Blick vom Uferweg aus kostet nichts. Im Sommer zeigt die Lindauer Dahlienschau mehr als 800 Sorten. Weitere Ziele zwischen Bodenseeufer und Westallgäu stellt die Seite Ausflüge in die Region vor, darunter der Alte Friedhof in Aeschach, dessen Mauern teils aus Steinen einer römischen Villa bestehen. Er wurde 1512 angelegt, nachdem um 1510 die Pest in der Stadt gewütet hatte, und 1915 geschlossen.
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Häufige Fragen
Welche Lindau Sehenswürdigkeiten sollte man bei einem ersten Besuch sehen?
Für einen ersten Besuch reichen die klassischen Stationen der Insel: die Hafeneinfahrt mit Bayerischem Löwen und Neuem Leuchtturm, der Mangturm an der Seepromenade, das Alte Rathaus mit seiner bemalten Fassade, die Maximilianstraße sowie Peterskirche und Diebsturm am Schrannenplatz. Wer danach noch Zeit hat, geht über die Schützinger Promenade zu den Parks der Hinteren Insel.
Wie hoch ist der Neue Leuchtturm in Lindau und kann man ihn besteigen?
Der Neue Leuchtturm an der Hafeneinfahrt ist laut der Tourismusseite der Stadt 33 Meter hoch, 139 Stufen führen nach oben. Er ist für Besucher geöffnet, von Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 19 Uhr und sonntags 11 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 5 Euro, für Kinder von 6 bis 15 Jahren 3 Euro (Stand 09/2026).
Wie groß ist der Löwe an der Lindauer Hafeneinfahrt?
Der Bayerische Löwe auf der Mole gegenüber dem Leuchtturm ist nach Angaben der Stadt Lindau sechs Meter hoch und aus Sandstein gearbeitet. Er blickt über die Hafeneinfahrt auf den Bodensee hinaus. Löwe und Leuchtturm entstanden mit dem neuen Hafen im 19. Jahrhundert und gelten heute als das bekannteste Motiv Lindaus und des ganzen Sees.
Kann man das Alte Rathaus in Lindau besichtigen?
Nur teilweise. Der Ratssaal im Obergeschoss ist nicht öffentlich zugänglich und wird weiter für Sitzungen des Stadtrats und für Empfänge genutzt. Besucht werden kann die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek im Gebäude, Eingang über den Reichsplatz. Sie ist 2026 vom 15. April bis 11. Oktober mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet, Eintritt 3 Euro (Stand 09/2026).
Welche Lindau Sehenswürdigkeiten liegen in der Altstadt am Schrannenplatz?
Am Schrannenplatz im Westen der Altstadt stehen zwei der ältesten Bauten der Insel dicht beieinander. Die Peterskirche geht auf die Zeit um das Jahr 1000 zurück und enthält die spätgotische Lindauer Passion. Der Diebsturm von 1380 ist 35 Meter hoch und bildete einst das westliche Ende der Stadtbefestigung. Zeughaus und ehemalige Glockengießerei ergänzen das Ensemble.
Wie alt ist der Mangturm und kann man hinauf?
Der Mangturm ist ein quadratischer Steinbau aus dem 12. Jahrhundert, 20 Meter hoch, mit 91 Stufen bis unter das Dach. Er diente als Wachturm der mittelalterlichen Befestigung. Regelmäßig geöffnet ist er nicht. Die Stadt öffnet ihn zu besonderen Anlässen, etwa für Märchenlesungen für Erwachsene im Sommer, bei schönem Wetter oder während der Hafenweihnacht.
Was ist das Besondere an der Maximilianstraße?
Die Maximilianstraße ist die Hauptachse der Altstadt und verläuft in Ost-West-Richtung über die Insel. Seit 1973 ist sie Fußgängerzone. Viele Häuser stammen aus dem 15. bis 17. Jahrhundert, typisch sind gemauerte Erdgeschosse mit Fachwerk darüber. An einigen Häusern haben sich Brotlauben erhalten, die älteste mit zwei gotischen Spitzbögen wird auf 1386 datiert.
Welche Parks gibt es auf der Lindauer Insel?
Auf der Insel liegt der Stadtgarten mit exotischen Bäumen und Blumenrabatten. Auf der Hinteren Insel entstanden zur Gartenschau 2021 die Uferstufen mit direktem Seezugang, der Bürgerpark mit mehr als 9.000 Quadratmetern Freifläche und der neu bepflanzte Luitpoldpark mit dem Ring for Peace. Alle diese Flächen sind öffentlich und kostenlos zugänglich.
Was kann man in Lindau bei Regen besichtigen?
Bei Regen bieten sich die Innenräume an. Der Cavazzen am Marktplatz, ein barockes Bürgerhaus von 1729/30, ist nach mehrjähriger Sanierung seit Mai 2025 wieder als Museum Lindau geöffnet. Dazu kommen das Münster am Marktplatz mit seiner Rokoko-Ausstattung, die Kirche St. Stephan, das Kunstmuseum Lindau und die Ehemals Reichsstädtische Bibliothek im Alten Rathaus.
Welche Sehenswürdigkeiten liegen auf dem Festland am Bodensee?
Auf dem Festland liegt der Lindenhofpark am Villenufer, ein 7,5 Hektar großer Landschaftspark mit altem Baumbestand und einer Villa von 1840. Entlang der sogenannten Bayerischen Riviera stehen auf rund sechs Kilometern etwa 30 Villen mit Gärten. Im Sommer lockt außerdem die Lindauer Dahlienschau mit mehr als 800 Sorten.
Quellen
- Stadt Lindau Tourismus: Sehenswürdigkeiten
- Stadt Lindau Tourismus: Altes Rathaus
- Stadt Lindau Tourismus: Parks und Gärten
- Stadt Lindau Tourismus: Ring for Peace
- Kulturamt Lindau: Über den Cavazzen
- Wikipedia: Altes Rathaus Lindau (Bodensee)
- Wikipedia: Maximilianstraße (Lindau)
- Wikipedia: Peterskirche (Lindau)
- Wikipedia: Münster Unserer Lieben Frau (Lindau)
- Schwäbische Zeitung: Zustand des Ring for Peace (März 2025)
- Wikipedia: Alter Friedhof (Lindau)
- Wikipedia: Lindau (island)
Stand der Angaben: September 2026.