Die Kunst des Kultivierens

So trocken der Name klingen mag, so genussvoll sind die Produkte, die hier erzeugt werden: die „Versuchsstation für Obstbau Schlachters der Hochschule Weihenstephan-Triesdorf“ kümmert sich um die Steigerung von Qualität und Menge heimischer Obstsorten.

Die Baumschule der anderen Art

Seit 100 Jahren dreht sich auf einer Anhöhe bei Schlachters – einem Ortsteil von Sigmarszell – alles um Obstbäume. Und darum, wie man lernt, sie so zu hegen und pflegen, dass sie sich optimal entwickeln. Neben der Ausbildung von Gärtnern im Obst- und Weinbau ist die wichtigste Aufgabe der Station heute Forschung und Lehre sowie die experimentelle Unterstützung von Studierenden bei ihren Abschlussarbeiten. Dabei geht es nicht nur um heute, sondern auch um den Obstbau der Zukunft: neue Sorten bei Apfel, Birne und Zwetschge müssen zeigen, wie sie mit veränderten klimatischen Bedingungen zurecht kommen; oder mit Umweltgiften; oder mit neuen Schädlingsbedrohungen durch Feuerbrand und Kirschessigfliege.

Der Obstgarten wird immer bunter

Rund um die Obstbauschule scheint hingegen Arkadien auferstanden zu sein. Auf acht Hektar werden Apfel- und Birnbäume biologisch oder nach den Richtlinien des integrierten Pflanzenschutzes gezogen. Im üppigen Sortengarten wachsen circa achtzig Apfel- und ebensoviele Birnen-Sorten aus dem Allgäu. Rund zweihundert Sorten aus Nordschwaben werden in den nächsten Jahren hinzu kommen. Daneben widmet sich die Versuchsstation der Erfassung, Pflege und Erhaltung heimischer Streuobstbestände, die sonst aus unserer Natur verschwinden würden.

Vielfalt macht eben nicht nur den Garten reicher, sondern unser ganzes Leben.

Hier geht’s zur offiziellen Seite der Obstbauschule Schlachters