Lindau 2021 Gartenschau · Insel · See
Chronik März 2021

Spatenstich beim Bund Naturschutz, Gartenschau Lindau: Teich entsteht

Im März 2021 begann der Bund Naturschutz mit dem Bau seines Beitrags für die Gartenschau Lindau. Geplant war ein Teich als Sinnbild des Bodensees, gespeist von einem Wasserfall für die Allgäuer Tobel. Am ersten Arbeitswochenende war die Form schon zu erkennen. Gebaut wurde fast ausschließlich mit Freiwilligen und geliehenen Maschinen.

Meldung vom Redaktionell überarbeitet:

AI Spaten, Schubkarre und ein junger Baum in frischer Erde am See (mit AI erstelltes Bild)
Mit AI erstelltes Bild · Hinweis zu AI-Bildern

Ein See im Kleinformat

Die Idee stand schon länger fest. Der BUND Naturschutz (BN), Kreisgruppe Lindau, wollte auf der Gartenschau die Landschaft zwischen Allgäu und Bodensee zeigen, und zwar so, dass sie auch Kinder auf einen Blick verstehen. Ein Teich sollte den See darstellen. Darüber sollte Wasser über einen kleinen Wasserfall in den „See“ plätschern, als Bild für die Tobel des Allgäus, jene tief eingeschnittenen Bachschluchten, durch die das Wasser aus den Bergen Richtung See fließt.

Anfang März 2021 begannen die Arbeiten am Außengelände. Für die Geschäftsstelle der Kreisgruppe war der Teich mehr als Dekoration. Er sollte die Grundlage für das Umweltbildungsangebot „Wunderwelt unter Wasser“ bilden, bei dem Kinder die Tiere und Pflanzen eines Stillgewässers kennenlernen.

Das erste Arbeitswochenende

Die Baustelle war klein, die Besetzung überschaubar. Am ersten Wochenende arbeiteten die beiden Bundesfreiwilligen der Kreisgruppe, die Gebietsbetreuerin für Moore, Tobel und Bodenseeufer im Landkreis Lindau und ein ehrenamtlicher Helfer. Ohne professionelle Hilfe wäre das nicht gegangen, und die kam: Ein Landschaftsgärtner begleitete die Arbeiten fachlich, die Firma Haas stellte ihre Maschinen kostenlos zur Verfügung.

Nach dem Einsatz war zu erkennen, welche Form der Teich bekommen würde und wo der Wasserfall entstehen sollte. Weiter ging es, sobald das nächste Material geliefert war. Das war typisch für den ganzen Bau. Er hing an Spenden, an freien Wochenenden und an der Frage, wann welche Lieferung kam.

Der Bauplan bis zur Eröffnung

Die Reihenfolge der nächsten Schritte war klar. Zuerst musste die Teichfolie eingebracht und der Tümpel gestaltet werden. Parallel dazu sollte der Wasserfall samt Pumpe fertig werden. Danach kam der Steg am Teich, zum Schluss die Bepflanzung und Ausstattung. Auch der Pavillon für wechselnde Ausstellungen stand noch aus.

Wie schnell das ging, zeigte sich einen Monat später. Anfang April standen Pavillon und Wasserfall, nachzulesen in der Meldung Wasserfall und Pavillon sind fertig. Bis zur Eröffnung am 20. Mai blieb damit Zeit für Steg und Pflanzen.

Der Zeitplan war eng, aber nicht ungewöhnlich für die Aussteller. Der offizielle Spatenstich für die Gartenschau selbst lag da schon fast anderthalb Jahre zurück, er hatte am 17. Oktober 2019 stattgefunden. Die großen Bauabschnitte waren fertig oder standen kurz davor: Karlsbastion und Uferstufen seit 2020, der Bürgerpark folgte im Frühjahr 2021. Jetzt folgten die Beiträge der Vereine, Verbände und Betriebe, die ihre Flächen in den letzten Wochen vor der Eröffnung einrichteten. Parallel zum BN arbeiteten etwa Auszubildende im Landschaftsbau an ihrem Themengarten, wie die Meldung zum Garten „Biodiversität im Garten“ beschreibt.

Die Kreisgruppe rief ihre Mitglieder und Freunde auf, sich für den Bau und später für die Betreuung des Standes zu melden. Ein Gartenschau-Beitrag, der fünf Monate lang offen ist, braucht Menschen, die ihn jeden Tag betreuen. Das Ziel war ein Beitrag, der den Naturschutz in möglichst vielen Facetten zeigt, von Mooren über Tobel bis zum Seeufer.

AI Drei Spaten mit Schleife in einem Erdhügel am Ufer (mit AI erstelltes Bild)
Mit AI erstelltes Bild · Hinweis zu AI-Bildern

Wer hinter dem Beitrag stand

Der BUND Naturschutz in Bayern nannte damals mehr als 245.000 Mitglieder und sah sich als größten Natur- und Umweltschutzverband des Freistaats. Er besteht seit über 100 Jahren und ist der bayerische Landesverband des BUND, der wiederum zu Friends of the Earth International gehört. Vor Ort arbeitet die Kreisgruppe Lindau, zu der 2021 auch die Gebietsbetreuung für Moore, Tobel und das Bodenseeufer im Landkreis gehörte.

Auf der Gartenschau lief der Beitrag später unter dem Titel „Naturdetektive unterwegs“. Die Seite über die Aussteller beschreibt ihn neben den übrigen Themenbeiträgen. Die Workshops am Teich waren Teil des Schulprogramms Buntes Klassenzimmer.

Vom Teich zu den echten Tobeln

Der Teich war ein Ausstellungsstück für eine Saison, das Gelände drumherum hat sich seitdem stark verändert. Einen Überblick über die Bereiche des früheren Gartenschaugeländes gibt die Seite zum Gelände. Das Vorbild für den Wasserfall liegt dagegen im Hinterland: Die Tobel des Westallgäus, etwa die Hausbachklamm bei Weiler, waren 2021 als Außenstandorte mit der Gartenschau verbunden. Alle Meldungen aus der Aufbauphase stehen unter Neuigkeiten.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Was baute der Bund Naturschutz auf der Gartenschau Lindau?

Die Kreisgruppe Lindau des Bund Naturschutz legte zusammen mit ihrer Gebietsbetreuung einen Teich an, der den Bodensee symbolisierte. Ein kleiner Wasserfall stand für die Tobel des Allgäus, dazu kamen ein Steg und ein Ausstellungspavillon. Der Teich diente als Lernort für das Umweltbildungsangebot „Wunderwelt unter Wasser“ für Kinder und Schulklassen.

Wer half beim Bau des Teichs?

Am ersten Arbeitswochenende waren die beiden Bundesfreiwilligen der Kreisgruppe, die Gebietsbetreuerin und ein ehrenamtlicher Helfer auf der Baustelle. Fachlich unterstützte sie ein Landschaftsgärtner, die Firma Haas stellte ihre Maschinen kostenlos zur Verfügung. Der Verband warb außerdem bei seinen Mitgliedern um weitere Helfer für Bau und Betreuung.

Wie groß ist der Bund Naturschutz in Bayern?

Der BUND Naturschutz in Bayern nannte 2021 mehr als 245.000 Mitglieder und bezeichnete sich damit als größten Natur- und Umweltschutzverband Bayerns. Er besteht seit über 100 Jahren und ist der bayerische Landesverband des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland. Über den BUND gehört er zum internationalen Netzwerk Friends of the Earth International.

Was ist ein Tobel im Allgäu?

Als Tobel werden im Allgäu tief eingeschnittene Bachschluchten bezeichnet, durch die das Wasser aus den Bergen Richtung Bodensee fließt. Der kleine Wasserfall am Teich des Bund Naturschutz stand auf der Gartenschau Lindau für genau diese Landschaft. Das Vorbild liegt im Hinterland: Die Tobel des Westallgäus, etwa die Hausbachklamm bei Weiler, waren 2021 als Außenstandorte mit der Gartenschau verbunden.