Gartenschau in Lindau eröffnet pünktlich am 20. Mai 2021
Pünktlich um 14 Uhr öffnete die Gartenschau Lindau am 20. Mai 2021 ihre Tore. Das Wetter blieb wechselhaft, die Auflagen waren streng, und doch fiel das Urteil der ersten Gäste einhellig aus. Zum Festakt kamen Mitglieder der Staatsregierung, am Nachmittag starteten eine Regatta und das Programm am Gartenstrand.
Meldung vom Redaktionell überarbeitet:

Der Start an einem Donnerstagnachmittag
Am Donnerstag, dem 20. Mai 2021, öffnete die Gartenschau in Lindau um 14 Uhr ihre Tore, genau zum angekündigten Termin. Das war nach dem Pandemiewinter 2020/21 keine Selbstverständlichkeit. Die großen Gartenschauen in Ingolstadt und Überlingen waren bereits von 2020 auf 2021 verschoben worden, und bis kurz vor dem Termin blieb offen, unter welchen Auflagen Besucher das Gelände überhaupt betreten dürfen. Der Himmel zeigte sich am Eröffnungstag launisch. Das Urteil fiel trotzdem eindeutig aus: sehr gelungen.
Geplant war die Schau zunächst bis zum 26. September. Neben dem Kerngelände auf der Hinteren Insel gehörten Außenstandorte im Stadtgebiet und in der Region dazu, vom Lindenhofpark bis nach Scheidegg und Weiler. Das Kerngelände umfasste 5,3 Hektar zwischen Bahnhof, Hafen und Seeufer, die Freianlagen hatte das Büro Atelier Loidl Landschaftsarchitekten aus Berlin geplant. Sechs Bereiche gehörten dazu, von der Karlsbastion bis zum etwas abseits gelegenen Sina-Kinkelin-Platz; das Konzept der Gartenschau stellt sie einzeln vor.
Lindau 2021 war zugleich die letzte bayerische Regionalgartenschau der Reihe „Natur in“. Seit 2022 richtet der Freistaat stattdessen jedes Jahr eine einheitliche Landesgartenschau aus.
Rückendeckung aus München
Den Festakt übernahm eine bayerische Staatsministerin in Vertretung des Ministerpräsidenten. Sie lobte die Schau als Investition in die Zukunft der Stadt. Der bayerische Umweltminister, in dessen Ressort die Gartenschauen des Freistaats fallen, bezifferte die in die Arbeiten geflossenen Mittel auf rund sieben Millionen Euro und rechtfertigte den Aufwand mit dem Gewinn an Lebensqualität. Die staatliche Förderung aus Gartenschau- und Städtebaumitteln betrug nach den Eckdaten der Gesellschaft 4,8 Millionen Euro. Auch der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Bayerischen Landesgartenschau GmbH betonte, wie stark die Schau die städtebauliche Entwicklung der Insel voranbringe. Was damit konkret gemeint war, beschreibt die Seite zur Stadtentwicklung auf der Hinteren Insel.
Blumenschlüssel für die Stadtgesellschaft
Die Oberbürgermeisterin hob den besonderen Charakter des Gartenstrands hervor. Gemacht worden sei die Schau von Menschen aus Lindau und der Region, für Einheimische ebenso wie für Gäste. Als Zeichen dafür übergaben die Redner symbolische Schlüssel aus Blumen an Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gruppen der Stadtgesellschaft. Gewürdigt wurde auch der Einsatz der Vereine und Initiativen, die sich vor der Bergkulisse am Seeufer präsentierten.
Die Durchführungsgesellschaft Natur in Lindau gGmbH verstand sich selbst als Ideengeberin, die Anstöße geben und zum Mitmachen bewegen wollte. Rund 40 Aussteller hatten diesen Ansatz zum Start umgesetzt. Wer sie waren und was sie zeigten, fasst der Überblick über Themengärten und Aussteller zusammen. Eine Attraktion für sich war die Freiluftausstellung „Faszination Wissenschaft“ der international bekannten Fotografin Herlinde Koelbl, die ihre Porträts damit erstmals unter freiem Himmel zeigte.

Regatta und Boulderblock
Einige Programmpunkte des Tages hatten fast symbolischen Wert. Die Staatsministerin gab den Startschuss für eine Regatta historischer Segelboote des Lindauer Segelclubs. Der Umweltminister übernahm die andere Hälfte des Mottos „vom Berg zum See“ und kletterte spontan in Anzug und Straßenschuhen am Boulderblock des Deutschen Alpenvereins, Sektion Lindau. Für Kinder und Jugendliche standen Skatepark, Beachvolleyballfeld und ein eigenes Kinderprogramm bereit. Wer es ruhiger mochte, suchte sich einen Platz auf den Uferstufen oder in der Gastronomie.
Einlass unter Pandemiebedingungen
Wer die Schau in den ersten Tagen besuchen wollte, musste sich vorher im Internet registrieren. Ohne vollständigen Impfschutz oder Genesenennachweis war am Eingang ein aktueller negativer Corona-Test vorzulegen. An den Eingängen, in den Pavillons und in der Gastronomie galt FFP2-Maskenpflicht. Geöffnet war täglich von 9 bis 18 Uhr.
Diese Regeln lockerten sich bald. Bereits ab dem 28. Mai entfiel die Testpflicht, wie der Eintrag über die ersten Besucherzahlen festhält. Im Juni beschlossen Gesellschaft und Aufsichtsrat außerdem, die Laufzeit bis zum 10. Oktober 2021 zu verlängern. Nach 144 Öffnungstagen standen 287.482 Besuche in der Bilanz, und eine Woche später lief bereits der Rückbau der temporären Beiträge. Die Uferstufen, auf denen am Eröffnungsnachmittag die ersten Gäste saßen, gehören seitdem zum festen Bestand der Insel.
Häufige Fragen
Wann wurde die Gartenschau Lindau 2021 eröffnet?
Die Eröffnung fand am Donnerstag, dem 20. Mai 2021, statt. Um 14 Uhr öffneten sich die Tore für das Publikum. Geplant war die Schau zunächst bis zum 26. September. Im Juni beschlossen die Gesellschaft und ihr Aufsichtsrat, die Laufzeit bis zum 10. Oktober 2021 zu verlängern, sodass die Gartenschau am Ende an 144 Tagen geöffnet war.
Welche Corona-Regeln galten zur Eröffnung der Gartenschau in Lindau?
Zum Start mussten sich Gäste vorab im Internet registrieren. Wer weder vollständig geimpft noch genesen war, brauchte ein aktuelles negatives Testergebnis. An den Eingängen, in den Pavillons und in der Gastronomie galt eine FFP2-Maskenpflicht. Geöffnet war täglich von 9 bis 18 Uhr. Die Testpflicht entfiel bereits ab dem 28. Mai 2021.
Wer eröffnete die Gartenschau Lindau 2021?
Den Festakt übernahm eine bayerische Staatsministerin in Vertretung des Ministerpräsidenten. Neben ihr sprachen der bayerische Umweltminister, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Bayerischen Landesgartenschau GmbH und die Lindauer Oberbürgermeisterin. Anschließend übergaben die Redner symbolische Blumenschlüssel an Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gruppen der Stadtgesellschaft.
Wie viel Geld floss in die Gartenschau Lindau 2021?
Der bayerische Umweltminister bezifferte bei der Eröffnung die in die Arbeiten geflossenen Mittel auf rund sieben Millionen Euro und begründete den Aufwand mit dem Gewinn an Lebensqualität. Die staatliche Förderung aus Gartenschau- und Städtebaumitteln betrug nach den Eckdaten der Gesellschaft 4,8 Millionen Euro. Beim Festakt wurde zudem betont, wie stark die Schau die städtebauliche Entwicklung der Hinteren Insel voranbringe.
Quellen
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Gartenschauen in Bayern
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Regionalgartenschauen
Stand der Angaben: September 2026.