Rund 6.000 Besucher am ersten Wochenende der Gartenschau Lindau 2021
Das erste Wochenende der Gartenschau Lindau fiel auf Pfingsten, und es war ein Start unter Vorbehalt. Wer auf das Gelände wollte, brauchte einen frischen Corona-Test, das Wetter blieb durchwachsen, die Tageskapazität war begrenzt. Trotzdem kamen rund 6.000 Menschen, und am Pfingstsonntag waren mehr als 900 davon Dauerkarteninhaber.
Meldung vom Redaktionell überarbeitet:

Das lange Pfingstwochenende
Das erste Wochenende der Gartenschau Lindau fiel auf Pfingsten. Wenige Tage nach der Eröffnung am 20. Mai kamen am verlängerten Wochenende rund 6.000 Gäste auf die Hintere Insel. Die Eröffnung hatte am Donnerstag vor Pfingsten stattgefunden, das lange Wochenende war damit die erste echte Bewährungsprobe. Die beiden Geschäftsführer zeigten sich zufrieden. Stärkster Tag war der Pfingstsonntag mit etwa 2.600 Besuchen, darunter mehr als 900 Inhaber einer Dauerkarte. Für die Gesellschaft war gerade diese Zahl ein gutes Zeichen, denn Dauerkarten kaufen vor allem Menschen aus Lindau und der Umgebung, und sie waren es, die das Gelände an diesem Tag prägten.
Einlass nur mit Test
Die Rahmenbedingungen waren alles andere als einfach. Wer auf das Gelände wollte, musste am Eingang einen negativen Corona-Test vorzeigen, der nicht älter als 24 Stunden sein durfte. Kinder bis sechs Jahre waren ausgenommen. Je nach Inzidenz durften täglich zwischen 2.500 und 4.000 Menschen auf das Gelände.
Um den Zugang zu erleichtern, richtete die Gesellschaft am Eingang Nord eine eigene Teststation ein, täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Das Angebot wurde gut genutzt, und das Verständnis für die Testpflicht war nach Angaben der Veranstalter bei Gästen wie Ausstellern hoch. Für die Gesellschaft bedeutete die Station zusätzlichen Aufwand, zugleich senkte sie die Hürde für spontane Besuche: Wer ohne Nachweis anreiste, musste nicht umkehren, sondern konnte sich direkt am Eingang testen lassen. Die Regel galt nur wenige Tage. Eine vorherige Terminvereinbarung war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr nötig. Die Kassen hatten von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Ausgang lief über Drehkreuze, die das Verlassen des Geländes jederzeit erlaubten, auch nach Kassenschluss.
Trubel am Sportband
Am dichtesten bevölkert waren das Sportband mit Skatepark und Boulderblock sowie die Angebote für Kinder. Die Geschäftsführung sprach von einem wunderbaren Trubel. Bei Sonnenschein und vor allem zum Sonnenuntergang zogen die Uferstufen die Menschen an. Dieses Muster sollte sich durch die ganze Saison ziehen. Die 120 Meter langen Betonstufen am Wasser wurden zum Treffpunkt des Sommers, und das Wetter entschied über die Tagesbilanz. Das Pfingstwetter selbst war eher durchwachsen, was die Zahlen umso bemerkenswerter machte.

Die Testpflicht fällt
Lange blieb es nicht bei den strengen Regeln. Schon ab Freitag, dem 28. Mai, entfiel die Testpflicht für alle Gäste. Gleichzeitig öffnete die überdachte Blumenschau, in der während der Saison zehn Floristikmeisterbetriebe alle 14 Tage neue Arrangements zeigten. Die mehr als 100 Quadratmeter wurden jeweils mittwochs komplett umgebaut, abgestimmt auf das Programm der Gartenschau. Den Auftakt gestaltete ein Floristikteam mit Grün als Leitfarbe, die für Hoffnung und Aufbruch stehen sollte. Am Zirkuszelt gab es Spiele und Aktionen für Kinder, auf der Terrasse eines Radiosenders spielten an den Wochenenden Bands aus der Region, von Jazz über Pop bis zu Coversongs. Sportbegeisterte fanden neben dem Boulderblock ein Beachvolleyballfeld und Tischtennisplatten. Im Luitpoldpark lud das „Schiff der Kirchen“ zu Gottesdiensten ein. Ein Einbahnsystem und die FFP2-Maskenpflicht galten in der Blumenschau zunächst weiter, und auch die Innengastronomie ließ noch auf sich warten. Für die Pfingstferien war wärmeres Wetter angekündigt, und die Gesellschaft rechnete mit einer deutlich unbeschwerteren Atmosphäre auf dem Gelände.
Einordnung in die Saison
Gemessen an der späteren Bilanz war der Pfingststart ein vorsichtiger Anfang. Die höchste Tageszahl der Saison lag bei 3.914 Besuchen, rund anderthalbmal so viel wie am Pfingstsonntag. Bis zum Ende am 10. Oktober kamen 287.482 Besuche zusammen, die Zahl der Dauerkarten stieg auf 8.323. Im Mittel der 144 Tage waren das knapp 2.000 Besuche täglich. Der Pfingstsonntag lag also schon klar über dem späteren Durchschnitt, obwohl die Zugangsregeln damals am strengsten waren. Über die ganze Saison verteilt kamen später außerdem 178 Busgruppen und 106 Schulklassen im Rahmen des Bunten Klassenzimmers auf das Gelände. Die nächste Etappe dokumentiert der Eintrag zur 70.000. Besucherin im Juni. Uferstufen, Bürgerpark und Sportband blieben nach der Schau als öffentliche Anlagen erhalten. Die Anreise auf die Hintere Insel beschreibt der Besucherführer.
Häufige Fragen
Wie viele Besucher kamen am ersten Wochenende zur Gartenschau Lindau?
Am verlängerten Pfingstwochenende 2021, dem ersten nach der Eröffnung am 20. Mai, besuchten rund 6.000 Gäste die Gartenschau. Stärkster Tag war der Pfingstsonntag mit etwa 2.600 Besuchen, darunter mehr als 900 Inhaberinnen und Inhaber einer Dauerkarte. Die höchste Tageszahl der gesamten Saison lag später bei 3.914 Besuchen.
Welche Testregeln galten zu Beginn der Gartenschau Lindau?
In den ersten Tagen musste am Eingang ein negativer Corona-Test vorgelegt werden, der höchstens 24 Stunden alt sein durfte. Kinder bis sechs Jahre waren ausgenommen. Am Eingang Nord gab es eine eigene Teststation, täglich von 8 bis 17 Uhr geöffnet. Ab Freitag, dem 28. Mai 2021, entfiel die Testpflicht für alle Gäste.
Wie viele Menschen durften 2021 täglich auf das Gartenschaugelände?
Zu Beginn der Saison war die Zahl der Gäste pro Tag begrenzt. Je nach Inzidenz durften zwischen 2.500 und 4.000 Menschen gleichzeitig am Tag auf das Gelände. Die Grenze ergab sich aus den damaligen Corona-Regeln. Den Tagesrekord der Saison stellte die Gartenschau später mit 3.914 Besuchen auf.
Wann öffnete die Blumenschau der Gartenschau Lindau?
Die überdachte Blumenschau öffnete am Freitag, dem 28. Mai 2021, am selben Tag, an dem die Testpflicht entfiel. Während der Saison zeigten dort zehn Floristikmeisterbetriebe alle 14 Tage neue Arrangements. Die mehr als 100 Quadratmeter wurden jeweils mittwochs komplett umgebaut, abgestimmt auf das Programm. Den Auftakt gestaltete ein Floristikteam mit Grün als Leitfarbe, die für Hoffnung und Aufbruch stehen sollte.
Quellen
- Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz, Regionalgartenschauen
- wettbewerbe aktuell, Gartenschau Lindau 2021
Stand der Angaben: September 2026.